{"id":2803,"date":"2010-06-13T10:09:29","date_gmt":"2010-06-13T09:09:29","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2803"},"modified":"2010-06-13T10:09:29","modified_gmt":"2010-06-13T09:09:29","slug":"wigbert-winkler-%e2%80%9egott-zufall%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wigbert-winkler-%e2%80%9egott-zufall%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"Wigbert Winkler: \u201eGOTT ZUFALL\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Es folgt jetzt eine weitere Studie von <strong>Wigbert Winkler<\/strong> aus der Zeitschrift<strong> <em>Abenteuer Philosophie, <\/em><\/strong><em>Nr. 119, <\/em>Seiten 12 bis 14.\u00a0<br \/>\nInternet:<strong> <a title=\"www.abenteuer-philosophie.com\" href=\"http:\/\/www.abenteuer-philosophie.com\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">http:\/\/www.abenteuer-philosophie.com\/<\/span><\/a>\u00a0<\/strong>\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Zitat:<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>GOTT ZUFALL <\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><em>Die Philosophie besch\u00e4ftigt sich gro\u00dfteils mit jenen Fragen, die an den Grenzen unseres Denkverm\u00f6gens angesiedelt sind. Dazu geh\u00f6rt die Frage nach dem Ursprung des Universums, dem Ursprung des Menschen, dem Sinn des Seins, die Frage nach der Existenz eines urspr\u00fcnglichen Wesens, mag man es nun Gott, das Eine oder das Sein nennen. Diese Fragen sind allesamt nicht zweifelsfrei zu beantworten. <\/em><em>Seit sich auch die Wissenschaft an derartige Grenzfragen heranwagt, taucht immer wieder der Begriff \u201eZufall\u201c als Erkl\u00e4rung, als L\u00f6sung auf. Ist der Zufall die L\u00f6sung f\u00fcr die bedeutendsten Fragen, die sich Menschen stellen k\u00f6nnen? Oder sind Theorien, die auf dem Zufall aufbauen, eine Sackgasse und hat etwa Voltaire Recht, der sagte: \u201eZufall ist ein Wort ohne Sinn. Nichts kann ohne Ursache existieren\u201c?\u00a0\u00a0<\/em>\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><!--more-->Der Zufall in der Antike<br \/>\n<\/strong>Die erste philosophische Behandlung des Zufalls geht \u2013 nach den heute noch erhaltenen Quellen \u2013 bis auf Aristoteles zur\u00fcck. Seine Vorstellung von der Seele ist sehr mit der Idee des Zufalls verbunden. Aristoteles <em>[1]<\/em> sah die menschliche Seele bei der Geburt als \u201eTabula rasa\u201c, als leere Schreibtafel an, die durch die Eindr\u00fccke der Sinne und die dem Wesen widerfahrenden Erlebnisse \u201ebeschrieben\u201c wird. Da diese Eindr\u00fccke bei den verschiedenen Menschen sehr unterschiedlich sind, h\u00e4ngt f\u00fcr jeden Menschen sehr viel von den Zuf\u00e4lligkeiten dieser Erlebnisse ab.\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Das Beispiel von der Schreibtafel hat Aristoteles aber von seinem Lehrer Platon \u00fcbernommen <em>[2].<\/em> Dieser allerdings hat es ganz anders verwendet. F\u00fcr Platon gab es bei den \u201eleer\u201c gemachten Schreibtafeln geh\u00f6rige Unterschiede. War die Tafel wirklich hei\u00df gemacht worden, dann war die Oberfl\u00e4che sehr glatt und gut zu beschreiben. Wenn aber die Tafel nicht gut gegl\u00e4ttet war, dann war es unm\u00f6glich, sie sch\u00f6n zu beschreiben. Diese unterschiedlichen Voraussetzungen haben bei Platon ihren Ursprung in den unterschiedlichen Handlungen im Vorleben der jeweiligen Menschen \u2013 denn Platon vertrat die Lehre der Wiedergeburt und Aristoteles nicht.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00c4hnlich zeigt sich dieser grunds\u00e4tzliche Unterschied auch darin, wie Aristoteles und Platon den Ursprung der Philosophie erkl\u00e4rten. Aristoteles <em>[3]<\/em> sah den Ursprung der Philosophie im Staunen des Menschen \u00fcber die Natur, das zu einem Hinterfragen von bisher als selbstverst\u00e4ndlich angenommenen Meinungen f\u00fchrt. Platon hingegen sah den Ursprung der Philosophie in der Reminiszenz <em>[4],<\/em> der unterschwelligen Erinnerung der Seele an deren Erlebnisse im Jenseits und in Vorleben.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><em>[1] Vgl.: Aristoteles: De anima<br \/>\n<\/em><em>[2] Vgl.: Platon: Theaitetos<br \/>\n<\/em><em>[3] Vgl.: Aristoteles: Metaphysik<br \/>\n<\/em><em>[4] Vgl.: Platon: Phaidros<\/em>\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>(Zitatende) <\/em><\/strong><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><em>Lesen Sie bitte <strong><a title=\"hier\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/Zufall_119.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">hier<\/span><\/a><\/strong> weiter!<\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><em>Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong>\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt eine weitere Studie von Wigbert Winkler aus der Zeitschrift Abenteuer Philosophie, Nr. 119, Seiten 12 bis 14.\u00a0 Internet: http:\/\/www.abenteuer-philosophie.com\/\u00a0 Zitat: GOTT ZUFALL Die Philosophie besch\u00e4ftigt sich gro\u00dfteils mit jenen Fragen, die an den Grenzen unseres Denkverm\u00f6gens angesiedelt sind. 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