{"id":2796,"date":"2010-05-30T08:08:54","date_gmt":"2010-05-30T07:08:54","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2796"},"modified":"2010-05-30T08:08:54","modified_gmt":"2010-05-30T07:08:54","slug":"der-wunsch-die-idee-und-hypothese-eines-athers-als-medium-der-ausbreitung-fur-elektromagnetische-strahlung-auszuschalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/der-wunsch-die-idee-und-hypothese-eines-athers-als-medium-der-ausbreitung-fur-elektromagnetische-strahlung-auszuschalten\/","title":{"rendered":"Der Wunsch, die Idee und Hypothese eines \u00c4thers als Medium der Ausbreitung f\u00fcr elektromagnetische Strahlung auszuschalten"},"content":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt ein weiterer Abschnitt unter dem Titel <strong>Entstehungs- und Erhaltungsmotive<\/strong> aus <strong><a title=\"Kapitel 2, Fehler-Katalog\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/kap2.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Kapitel 2, Fehler-Katalog<\/span><\/a>\u00a0 <\/strong>der Dokumentation zur Relativit\u00e4tstheorie der Forschungsgruppe<strong> <a title=\"G. O. Mueller\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=597\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">G. O. Mueller<\/span><\/a><\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Zitat: <\/strong><\/p>\n<p>V: Entstehungs- u. Erhaltungsmotive \/ Fehler Nr. 1<br \/>\n<strong>Der Wunsch, die Idee und Hypothese eines \u00c4thers als Medium der Ausbreitung f\u00fcr elektromagnetische Strahlung auszuschalten<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Wenn eine v\u00f6llig haltlose Theorie in der Wissenschaft durchgesetzt und aufrechterhalten werden kann, m\u00fcssen die Entstehungs- und Durchsetzungsmotive irrational sein. Bourbaki 1996 (S. 24 &#8211; 29, daraus auch alle Zitate anderer Autoren) vertritt sehr explizit die These, die auch bei anderen Kritikern anklingt, da\u00df es das entscheidende Motiv Max Plancks (und in der Folge aller Relativisten) f\u00fcr die Annahme von Albert Einsteins SRT gewesen ist, da\u00df mit der SRT die \u00c4ther-Hypothese diskreditiert, die Hypothese f\u00fcr nicht erforderlich und so etwas wie ein \u00c4ther als nicht existent und f\u00fcr abgeschafft erkl\u00e4rt werden konnte.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Es w\u00fcrde sich danach um die Nicht-Existenz einer Idee, eines Unerkl\u00e4rten und Unverstandenen handeln, denn der \u00c4ther wurde um 1900 in den verschiedensten Formen vorgestellt und phantasiereich mit Eigenschaften ausgestattet, die jeweils das erkl\u00e4ren wollten, worum es dem einzelnen Autor ging. Das Konzept des \u00c4thers hatte wenigstens 5 gro\u00dfe offensichtliche Schw\u00e4chen:<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">(1) man konnte ihn nicht direkt nachweisen, und<br \/>\n(2) man wu\u00dfte nichts \u00fcber seine materielle oder nichtmaterielle Beschaffenheit und<br \/>\n(3) nichts \u00fcber seinen Bewegungszustand;<br \/>\n(4) der \u00c4ther war nur eine notwendige Annahme zur Erkl\u00e4rung der Ausbreitung elektromagnetischer Strahlung, z. B. f\u00fcr das Licht, deshalb auch als Licht\u00e4ther (luminiferous ether) bezeichnet;<br \/>\n(5) daneben sollte der \u00c4ther auch zur Erkl\u00e4rung anderer physikalischer Erscheinungen dienen (z. B. der Gravitation).\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Diese unbefriedigende Erkenntnislage bez\u00fcglich des \u00c4thers war nicht zu bestreiten, und eine solche Situation psychologisch zu ertragen erforderte eine hohe Frustrationstoleranz. Die Versuchung, das gro\u00dfe Unerkl\u00e4rte kurzerhand abzuschaffen, war daher gro\u00df und durchaus verst\u00e4ndlich, aber als Abschaffung einer Idee nicht sinnvoll, weil man Ideen nicht abschaffen kann: man kann nur bessere Ideen entwickeln, so da\u00df die ungeliebten Ideen sich als unbrauchbar erweisen und dem Vergessen anheimfallen.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Nach Bourbakis Analyse der \u00c4u\u00dferungen insbesondere Max Plancks gibt es deutliche Anzeichen, da\u00df Planck vom Motiv der \u00c4therabschaffung beherrscht war und Albert Einsteins Theorie als willkommene Gelegenheit dazu betrachtete und deshalb die Durchsetzung der SRT mit allen Mitteln betrieb:<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">(1) Nachdem Heinrich Hertz 1889 noch den \u00c4ther als eine Ursubstanz des Kosmos und seine Erforschung eine &#8222;gewaltige Hauptfrage&#8220; bezeichnet hatte, behauptete Max Planck 1894 in seiner Gedenkrede auf den wenige Wochen vorher verstorbenen Hertz, dieser h\u00e4tte sich (S. 26) &#8222;entschlossen &#8230; die Bewegung des \u00c4thers als durch die ponderable Materie mitbestimmt anzunehmen. Dann f\u00e4llt seine Geschwindigkeit aus der Theorie ganz fort und man braucht nicht vom \u00c4ther zu reden&#8220;. Hier findet bereits durch Planck eine erhebliche Verf\u00e4lschung der Hertz&#8217;schen Position statt, gegen den \u00c4ther: ein \u00c4ther, der die Bewegung der ponderablen K\u00f6rper mitmacht, ruht also und man braucht nicht mehr von ihm zu reden.<br \/>\n(2) 1905 sa\u00df Max Planck im Kuratorium der &#8222;Annalen der Physik&#8220;, in denen die Arbeit von Albert Einstein &#8222;Zur Elektrodynamik bewegter K\u00f6rper&#8220; abgedruckt wurde.<br \/>\n(3) Bereits in Max Plancks Kolloquium des Wintersemesters 1905\/06 wurde die SRT behandelt.<br \/>\n(4) 1906 Aufsatz von Planck in Verh. Dt. Phys. Ges., S. 136-141: Das Prinzip der Relativit\u00e4t und die Grundgleichung der Mechanik.<br \/>\n(5) 1909, Naturforscher in Salzburg, Vortrag von Albert Einstein &#8222;\u00dcber die Entwicklung unserer Anschauungen \u00fcber das Wesen und die Konstitution der Strahlung&#8220; (S. 27): &#8222;heute aber m\u00fcssen wir wohl die \u00c4therhypothese als einen \u00fcberwundenen Standpunkt ansehen.&#8220; Unmittelbar darauf sagt Planck in der Diskussion: &#8222;Das meiste, was der Vortragende ausgef\u00fchrt hat, wird ja nicht auf Widerspruch sto\u00dfen.&#8220;<br \/>\n(6) 1919, Vortrag von Planck: &#8222;Das Wesen des Lichts&#8220;: die urspr\u00fcngliche mechanische Naturauffassung, die den \u00c4ther als &#8222;Tr\u00e4ger aller elektrischen Erscheinungen&#8220; ansieht, ist (S. 28) &#8222;gegenw\u00e4rtig bei der Mehrzahl der Physiker stark in den Hintergrund getreten. Was ihr wohl am meisten Abbruch getan hat, ist die aus der Einstein&#8217;schen Relativit\u00e4tstheorie flie\u00dfende Folgerung, da\u00df es einen objektiven, das hei\u00dft vom messenden Beobachter unabh\u00e4ngigen substantiellen \u00c4ther gar nicht geben kann.&#8220; Im folgenden Jahr schon h\u00e4lt Albert Einstein seinen Vortrag in Leiden \u00fcber die Notwendigkeit des \u00c4thers!\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die von Bourbaki herangezogenen \u00c4u\u00dferungen Plancks lassen dessen starke Tendenz zur Abschaffung des \u00c4thers erkennen, auch unter falscher nachtr\u00e4glicher Vereinnahmung von Heinrich Hertz, wobei Albert Einstein und die SRT seine Hauptargumente sind. Dieser Kampf gegen eine Idee hat etwas Dogmatisches und ist eindeutig irrational motiviert.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">An anderer Stelle (Vorwort, S. 4) fa\u00dft Bourbaki die Motivationslage zusammen: &#8222;Die theoretischen Physiker hatten damals die folgende Schwierigkeit: So wie sich dies beispielsweise aufgrund der Lichtausbreitung ergibt, ist der leere Raum mit einer unw\u00e4gbaren unbekannten Substanz erf\u00fcllt, welche man seinerzeit als &#8218;\u00c4ther&#8216; bezeichnete. Diese Substanz st\u00f6rte die Herren Theoretiker bei ihren Berechnungen, denn wie sollte man an einem Kosmos herumrechnen, wenn derselbe von einer unbekannten Substanz erf\u00fcllt war, deren Eigenschaften man nicht kannte?&#8220;<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Kurzschlu\u00dfl\u00f6sung der Abschaffung des ungeliebten \u00c4thers, von Planck durchgesetzt, war bei den meisten Physikern sehr popul\u00e4r, wie die meisten Kurzschlu\u00dfl\u00f6sungen. Die Physik hat und wird noch teuer daf\u00fcr bezahlen m\u00fcssen, mit Stillstand der Forschung und mit Knebelung nach innen und au\u00dfen, und noch offen ist die Rechnung gegen\u00fcber der Allgemeinheit f\u00fcr einen noch nie dagewesenen Traditionsbruch.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n<em>Bourbaki, Georges A.: Die Hin-Krieger. Unzensierte Urfassung, limitierter Vorabdruck. M\u00fcnchen: Aether-Verl., 1996. 394 S. (Deutsche Nationalbiliographie:) 2. Verlag, eingeklebt: Windeck\/Sieg: Verl. Krit. Wiss. 1996. <\/em>\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende) <\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Den Originaltext zu diesem Zitat finden Sie <strong><a title=\"hier\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/kap2.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">hier<\/span><\/a><\/strong> (Seiten 188 bis 189).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt jetzt ein weiterer Abschnitt unter dem Titel Entstehungs- und Erhaltungsmotive aus Kapitel 2, Fehler-Katalog\u00a0 der Dokumentation zur Relativit\u00e4tstheorie der Forschungsgruppe G. O. Mueller. Zitat: V: Entstehungs- u. 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