{"id":2794,"date":"2010-05-26T12:50:02","date_gmt":"2010-05-26T11:50:02","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2794"},"modified":"2010-05-26T12:58:35","modified_gmt":"2010-05-26T11:58:35","slug":"peter-rosch-%e2%80%9ee-das-phantom-aus-der-mathematik%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/peter-rosch-%e2%80%9ee-das-phantom-aus-der-mathematik%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"Peter R\u00f6sch: \u201eE. Das Phantom aus der Mathematik\u201c"},"content":{"rendered":"<dl class=\"clearfix fotor\" style=\"text-align: center; width: 200px;\">\n<dt><img decoding=\"async\" title=\"Buchcover\" src=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/Roesch_Buch-203x300.jpg\" alt=\"\" \/> <\/dt>\n<dd style=\"text-align: left;\"><\/dd>\n<\/dl>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Hiermit nehme ich Bezug auf folgende Buchempfehlung vom 19. Mai 2010 in diesem Blog:<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><a title=\"Peter R\u00f6sch: \u201cIch war Einstein\u201d\" href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/peter-rosch-%e2%80%9cich-war-einstein%e2%80%9d\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Peter R\u00f6sch: \u201cIch war Einstein\u201d<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Ich bringe nun einen weiteren Abschnitt aus diesem Buch:<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Zitat: <\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>E. Das Phantom aus der Mathematik.<br \/>\n<\/strong>Gerade wegen ihrer Anschaulichkeit . . . . . . . . . . . .<br \/>\n. . . f\u00fchle er sich zur Relativit\u00e4tstheorie hingezogen, feixte aus dem Publikum der sp\u00e4tere Nobelpreistr\u00e4ger <em>Max Born. <\/em>Der Saal war brechend voll, die Stimmung geladen.<br \/>\nDas war 1920 im idyllischen Kurst\u00e4dtchen Bad Nauheim, w\u00e4hrend einer Podiumsdiskussion mit dem Einstein-Kritiker Professor <em>Philipp Lenard.<br \/>\n<\/em>Lenard hatte die Unanschaulichkeit der Relativit\u00e4tstheorie bem\u00e4ngelt, und im Gegensatz dazu die Erkenntnisse eines Galilei, Kepler oder Newton als vorstellbar hervorgehoben. Die Vertreter der Relativit\u00e4tstheorie wiesen Lenards An\u00adsicht entr\u00fcstet zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><em><!--more-->Eine Nobelpreisfrage.<br \/>\n<\/em>Knapp vier Jahrzehnte sp\u00e4ter traf Max Born wiederum auf einen kritischen Geist, diesmal in Lindau am Bodensee.<br \/>\nEs handelte sich um den Chemiker <em>Kurt Rudzinski. <\/em>Da\u00admals verdingte er sich mit Wissenschaftsreportagen f\u00fcr die Leser einer renommierten Tageszeitung.<br \/>\nEr wollte die <em>Lindauer Nobelpreistr\u00e4gertagung <\/em>nutzen, um offene Fachfragen von kompetenter Seite kl\u00e4ren zu las\u00adsen. Bei einem Zeitungsartikel \u00fcber die Relativit\u00e4tstheorie (FAZ vom 6. Oktober 1959) war Rudzinski auf das Problem gesto\u00dfen:\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><em>&#8222;Mit welcher Geschwindigkeit n\u00e4hern sich zwei aufeinanderzufiiegende Lichtwellen gegenseitig an ?\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Ginge es um zwei Fahrr\u00e4der mit Geschwindigkeiten a 15 Ki\u00adlometer pro Stunde, w\u00fcrde man ohne weiteres antworten: 30 Kilometer pro Stunde. Auch das kann unter Umst\u00e4nden schon b\u00f6se enden. Bei Lichtwellen jedoch ist die Frage bri\u00adsanter.<br \/>\nDie Relativit\u00e4tstheorie verlangt zwar einerseits, da\u00df sich jede Lichtwelle f\u00fcr sich unbeeinflu\u00dfbar mit Lichtgeschwin\u00addigkeit bewegt, w\u00fcrde aber andererseits eine \u00fcberlicht-schnelle Gegengeschwindigkeit der Lichtwellen ausschlie\u00dfen. Die Bewegung einer der beiden Lichtwellen fiele im Ergeb\u00adnis ganz unter den Tisch: ein physikalischer Vorgang ohne Wirkung.<br \/>\nDer befragte Max Born, Verfasser eines literarischen Klassi\u00adkers der Einstein-Lehre, gab diese Antwort:\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><em>&#8222;Selbstverst\u00e4ndlich mit 300.000 Kilometer pro Sekunde. <\/em><em>Wer etwas von Physik, von der Relativit\u00e4tstheorie, von <\/em><em>Lorentz-Transformationen und Minkowski-R\u00e4umen wei\u00df, <\/em><em>f\u00fcr den versteht sich das von selbst.<\/em>&#8222;<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Da au\u00dferdem der Sch\u00f6pfer einer relativistischen Lichtquan\u00adtentheorie, der ber\u00fchmte Paul Dirac, anwesend war, sah auch dieser sich mit der Frage konfrontiert.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><em>&#8222;Selbstverst\u00e4ndlich mit 600.000 Kilometer pro Sekunde&#8220;, <\/em>war Diracs Antwort, <em>&#8222;Aber das ist keine echte Geschwin\u00ad<\/em><em>digkeit, sondern das sind zwei addierte Geschwindigkeiten. <\/em><em>Warum wollen Sie sich das mit den 300.000 Kilometern <\/em><em>pro Sekunde so schwer machen?&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Der Journalist hatte eigentlich von den Nobelpreistr\u00e4gern Auskunft \u00fcber die physikalische Essenz einer simpel erschei\u00adnenden Situation erwartet. Aber Born, der in der Bad Nauheimer Diskussion die Anschaulichkeit als Merkmal der Re\u00adlativit\u00e4tstheorie ausgerufen hatte, mu\u00dfte nun auf die mathe\u00admatische Begrifflichkeit und eine blo\u00dfe Behauptung auswei\u00adchen. Dirac blieb mit seiner Erkl\u00e4rung anscheinend bei der Physik. Jedoch verwirrte er dann mit der Trennung in echte und unechte Geschwindigkeiten, die er unerl\u00e4utert lie\u00df. Auch Dirac war letztlich au\u00dferstande, die einfache Situation mit der Relativit\u00e4tstheorie anschaulich zu beschreiben.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Und schon gar nicht war aufgefallen, da\u00df eine Lichtwelle nach den beschworenen Lorentz-Transformationen gar kei\u00adne Ausdehnung haben d\u00fcrfte.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">(Zitatende)<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Lesen Sie bitte <strong><a title=\"hier\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/Roesch-Seiten-55bis66\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">hier<\/span><\/a><\/strong> weiter!<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hiermit nehme ich Bezug auf folgende Buchempfehlung vom 19. 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