{"id":2772,"date":"2010-04-17T10:31:33","date_gmt":"2010-04-17T09:31:33","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2772"},"modified":"2010-04-17T19:07:44","modified_gmt":"2010-04-17T18:07:44","slug":"alles-relativ-100-jahre-relativitatstheorie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/alles-relativ-100-jahre-relativitatstheorie\/","title":{"rendered":"Alles relativ ? &#8211; 100 Jahre Relativit\u00e4tstheorie"},"content":{"rendered":"<p>Zur Abwechslung bringe ich nachstehend\u00a0eine sehr aufschlu\u00dfreiche Studie aus der Zeitschrift <em>Abenteuer Philosophie 4 \/ 2005,<\/em> Seiten 35 bis 38.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Alles relativ ? &#8211; 100 Jahre Relativit\u00e4tstheorie<br \/>\n<\/strong>von Wigbert Winkler<br \/>\nInternet: <a title=\"www.abenteuer-philosophie.com\" href=\"http:\/\/www.abenteuer-philosophie.com\/\" target=\"_blank\"><strong><span style=\"color: #800000;\">http:\/\/www.abenteuer-philosophie.com\/<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>Zitat: <\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Eine Idee hat seit 1905 das wissenschaftliche Bild der Welt vollst\u00e4ndig ver\u00e4ndert. Es erstaunt noch heute, wie rasend schnell sie sich durchgesetzt hat. Die Best\u00e4tigung durch die Sonnenfinsternis 1919 brachte schon den weltweiten Durchbruch. Aber \u2013 verstehen Sie die Relativit\u00e4tstheorie? Sie sagen nicht rundheraus ja? Ehrlich gesagt, ich kann diese Frage trotz jahrzehntelanger Besch\u00e4ftigung auch nicht vollst\u00e4ndig bejahen. Auch Physiker kann man mit dieser Frage peinlich ber\u00fchren. Aus meiner Sicht ist die Relativit\u00e4tstheorie dann am einfachsten grunds\u00e4tzlich zu verstehen, wenn man die Entwicklung des Weltbildes analysiert, bis zur Situation um 1900.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n\u00a0<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Die 8 Schritte zur Relativit\u00e4tstheorie<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>1. Schritt &#8211; Die Vorsokratiker und Aristoteles postulieren den \u00c4ther <\/strong><br \/>\nDie alten Griechen interessierte vor allem der Ursprung von allem. Thales lehrte, der Ursprung der materiellen Dinge sei das \u201eWasser\u201c, Anaximenes die \u201eLuft\u201d, Heraklit das \u201eFeuer\u201c . Aristoteles hat dann alles zusammengefasst und daraus die Lehre von den 5 Elementen gemacht.\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Wer nun diese Lehre f\u00fcr einfach und naiv h\u00e4lt, der hat Aristoteles entweder nicht gelesen oder wichtige Passagen \u00fcberlesen. Er schreibt ausdr\u00fccklich, dass alles, was wir normalerweise so wahrnehmen, zum Element \u201eErde\u201c geh\u00f6rt. Unser physisches Wasser, unsere Atem-Luft und auch Flammen eines Lager-Feuers geh\u00f6ren damit zum Element \u201eErde\u201c. Damit ist alles, was jenseits dieses Elementes \u201eErde\u201c liegt, feinstofflich bzw. \u00e4therisch. Und \u00fcber allem gibt es nach Aristoteles noch das 5. Element, die quinta essentia, den \u00c4ther.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>2. Schritt &#8211; Ren\u00e9 Descartes (1596 \u2013 1650) greift die Idee des \u00c4thers wieder auf<br \/>\n<\/strong>Er f\u00fchrte die Materie mit all ihren physikalischen Erscheinungen auf drei Elemente, Feuer, Luft und Erde, zur\u00fcck. Er stellte sich diese Elemente aus winzigen, kugelf\u00f6rmigen Partikeln vor, wobei die Partikel des feineren Elementes jeweils so fein sind, dass sie die Zwischenr\u00e4ume der gr\u00f6\u00dferen Partikel ausf\u00fcllen.<br \/>\nDie unmittelbare Einwirkung dieser Partikel aufeinander sollte in seiner Theorie alle physikalischen Prinzipien erkl\u00e4ren.<br \/>\nDer ganze Weltraum war danach von einer unsichtbaren Substanz ausgef\u00fcllt, die er dem second \u00e9l\u00e9ment, dem Feuer zuordnete.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>3. Schritt &#8211; Newton und Huygens entwickeln die wesentlichen Theorien \u00fcber das Licht <\/strong><br \/>\nChristiaan Huygens (1629 \u2013 1695) konnte sich die gro\u00dfe Geschwindigkeit des Lichts nur als Wellenph\u00e4nomen vorstellen.<br \/>\nEr entwickelte eine umfassende \u00c4thertheorie, mit der er die wesentlichen Ph\u00e4nomene des Lichts gut erkl\u00e4ren konnte.<br \/>\nSeine Arbeiten blieben zun\u00e4chst aber eher unbeachtet. Der englische Physiker und Okkultist Isaac Newton (1642 \u2013 1727) besch\u00e4ftigte sich neben der Gravitation auch mit der Natur des Lichtes. Er vermutete, dass das Licht aus Teilchen besteht, und wurde zum neuzeitlichen Urheber der Teilchentheorie des Lichts, die in der Folge vorherrschte.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>4. Schritt &#8211; Der Young\u2019sche Doppelspaltversuch ersch\u00fcttert die Teilchentheorie des Lichts<br \/>\n<\/strong>Mit diesem von Thomas Young 1802 durchgef\u00fchrten Versuch wandelte sich das physikalische Selbstverst\u00e4ndnis wieder grunds\u00e4tzlich. Die Interferenzerscheinungen des Doppelspaltversuches lie\u00dfen damals nur den Schluss zu, dass die Erscheinungen des Lichts Wellenph\u00e4nomene sind. Wenn das Licht ein Welle ist, worin bewegt sie sich? Man postulierte also die Existenz eines so genannten \u201eLicht\u00e4thers\u201d und begann ihn zu suchen.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>5. Schritt &#8211; Der Versuch von Fizeau l\u00e4sst auf das Vorhandensein eines Licht\u00e4thers schlie\u00dfen<br \/>\n<\/strong>Wegen der sehr gro\u00dfen Lichtgeschwindigkeit ist es sehr schwierig, Unterschiede in der Lichtgeschwindigkeit \u00fcberhaupt zu messen. Armand Hippolyte Louis Fizeau (1819 \u2013 1896) f\u00fchrte einen Versuch durch, in welchem er einen Unterschied der Lichtgeschwindigkeit feststellte, wenn er Licht mit oder gegen str\u00f6mendes Wasser schickte.\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">[&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.]<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Literatur:<br \/>\n<\/strong>Hoffmann, Banesh: Einsteins Ideen: Das Relativit\u00e4tsprinzip und seine historischen Wurzeln, Heidelberg \u2013 Berlin \u2013 New York, 1997, 198 S.<br \/>\nEinstein, Albert: \u00dcber die spezielle und die allgemeine Relativit\u00e4tstheorie, Braunschweig Wiesbaden 1985, 112 S.<br \/>\nEinstein, Albert: Mein Weltbild, 1970, 115 S.<br \/>\nClark, Ronald W.: Albert Einstein &#8211; Leben und Werk, Esslingen 1974, 507 Seiten\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende) <\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Lesen Sie bitte <strong><a title=\"hier\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/W.Winkler-'Alles relativ'.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">hier<\/span><\/a><\/strong> weiter!<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Abwechslung bringe ich nachstehend\u00a0eine sehr aufschlu\u00dfreiche Studie aus der Zeitschrift Abenteuer Philosophie 4 \/ 2005, Seiten 35 bis 38.\u00a0 Alles relativ ? &#8211; 100 Jahre Relativit\u00e4tstheorie von Wigbert Winkler Internet: http:\/\/www.abenteuer-philosophie.com\/ Zitat: Eine Idee hat seit 1905 das wissenschaftliche Bild der Welt vollst\u00e4ndig ver\u00e4ndert. 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