{"id":2757,"date":"2010-03-20T10:40:05","date_gmt":"2010-03-20T09:40:05","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2757"},"modified":"2010-03-20T10:40:05","modified_gmt":"2010-03-20T09:40:05","slug":"die-autoren-der-relativistik-widersprechen-sich-untereinander-in-wesentlichen-punkten-unterlassen-jedoch-sorgsam-eine-sonst-ubliche-diskussion-zur-klarung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/die-autoren-der-relativistik-widersprechen-sich-untereinander-in-wesentlichen-punkten-unterlassen-jedoch-sorgsam-eine-sonst-ubliche-diskussion-zur-klarung\/","title":{"rendered":"Die Autoren der Relativistik widersprechen sich untereinander in wesentlichen Punkten, unterlassen jedoch sorgsam eine sonst \u00fcbliche Diskussion zur Kl\u00e4rung"},"content":{"rendered":"<p>Im Folgenden bringe ich einen weiteren Abschnitt zu den beiden Relativit\u00e4tstheorien mit dem Oberbegriff <strong>Darstellungen<\/strong> aus<strong> <a title=\"Kapitel 2, Fehler-Katalog\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/kap2.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Kapitel 2, Fehler-Katalog<\/span><\/a>\u00a0 <\/strong>der Dokumentation der Forschungsgruppe<strong> <a title=\"G. O. Mueller\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=597\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">G. O. Mueller<\/span><\/a><\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Zitat: <\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>S: Darstellungen \/ Fehler Nr. 1<br \/>\n<strong>Die Autoren der Relativistik widersprechen sich untereinander in wesentlichen Punkten, unterlassen jedoch sorgsam eine sonst \u00fcbliche Diskussion zur Kl\u00e4rung<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die wesentlichen Punkte, in denen sich die Autoren der Relativistik widersprechen, werden auch in mehreren Fehlern thematisiert; vgl. z.B. Fehler E 3 (starre oder nicht-starre K\u00f6rper), P 4 (Anschein oder Realit\u00e4t der Effekte), N 1 (Thermodynamik). &#8211; Hier geht es um die thematische Breite der Widerspr\u00fcche zwischen den Darstellungen verschiedener Autoren und um den ganz ungew\u00f6hnlichen Umgang der Relativisten mit dieser ihrer eigenen Angelegenheit: sie \u00fcbergehen sie n\u00e4mlich, in absoluter Verschwiegenheit, als ob Widerspr\u00fcche nicht vorhanden w\u00e4ren. Es ist derselbe Umgang wie mit der Kritik, nach dem Grundsatz: wor\u00fcber nicht gesprochen wird, das existiert nicht.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Normalerweise w\u00fcrde wie z. B. im Falle des Fehlers E 3 (nach Albert Einstein 1905 st\u00fctzt sich die SRT auf starre K\u00f6rper, nach Max v. Laue ist die Annahme von starren K\u00f6rpern mit der SRT unvertr\u00e4glich, und dieser Widerspruch datiert erst seit v. Laues 2. Auflage 1913), der schlie\u00dflich keine Kleinigkeit betrifft, in Zeitschriftenbeitr\u00e4gen und selbst\u00e4ndigen Abhandlungen die Frage des starren K\u00f6rpers aufgegriffen. Die verschiedenen Autoren w\u00fcrden sich f\u00fcr einen der beiden Standpunkte erkl\u00e4ren, jede Seite w\u00fcrde die Konsequenzen der anderen Auffassung er\u00f6rtern und zu widerlegen versuchen, so da\u00df sich am Ende wenigsten eine klare Mehrheitsmeinung und eine Minderheitsmeinung oder sogar, im Idealfalle, ein neuer Konsens herausbilden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Im Beispielfall ist seit 1913 nichts dergleichen geschehen. Die Autoren der Relativistikscheinen diesen grundlegenden Widerspruch (was w\u00e4re eine SRT ohne starren K\u00f6rper? Und wie sollte sie ohne ihn konstruiert werden?) nicht zu kennen oder wollen ihn nicht zur Kenntnisnehmen; er fehlt einfach in ihren Darstellungen, damit kennt ihn das breite Fachpublikum nicht, und die Kleinmeister und das fachferne Publikum haben wegen fehlender Detailkenntnis ohnehin keine Chance. Folglich k\u00f6nnen sie auch nicht wissen, warum v. Laue als ein getreuer Gefolgsmann Albert Einsteins der ersten Stunde einen so erstaunlich krassen Widerspruch in seine Monographie hineinschreibt: v. Laue argumentiert mehrfach mit der Elastizit\u00e4t der K\u00f6rper, u. a. um die L\u00e4ngenkontraktion zu erkl\u00e4ren, was f\u00fcr einen als starr angenommenen K\u00f6rper nicht gelten k\u00f6nnte. Wer also diesen Grundwiderspruch zwischen Albert Einstein und Max v. Laue er\u00f6rtern wollte, k\u00e4me nicht umhin, zugleich die Frage nach der Ursache der Effekte zu diskutieren. Er bef\u00e4nde sich mitten im Problemzentrum der Theorie, w\u00e4re mit den Widerspr\u00fcchen konfrontiert und m\u00fc\u00dfte dazu Stellung nehmen.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die ganze thematische Breite der Widerspr\u00fcche enth\u00fcllt sich jedem Leser, der auch nur mehr als zwei Darstellungen der Theorie zur Hand nimmt. Die Widerspr\u00fcche ergeben sich auch in den Passagen der Darstellungen, wo die Autoren nur Albert Einsteins Erlebnisse mit Eisenbahnz\u00fcgen nacherz\u00e4hlen. Ursache sind teils die Unf\u00e4higkeit zu korrekter Wiedergabe, teils aber auch das Bem\u00fchen, in den Eisenbahngeschichten entdeckte M\u00e4ngel oder Fehler zu berichtigen und damit die Theorie zu verbessern. Auf diese Weise entsteht als ma\u00dfgebliche Fachliteratur ein Fleckenteppich von Varianten und Versionen, und &#8211; Wunder \u00fcber Wunder &#8211; noch nie will ein Relativist diesen Fleckenteppich bemerkt haben, von den Wissenschaftshistorikern ganz zu schweigen, weil die sich ohnehin keinerlei unfromme Gedanken erlauben d\u00fcrfen, wenn sie auch k\u00fcnftighin zu Einstein-Archiven, Symposien und Relativit\u00e4ts-Kongressen eingeladen werden wollen (was andernfalls f\u00fcr sie einem Berufsverbot auf dem Felde der theoretischen Physik gleichk\u00e4me); auch der investigative, so kritische Wissenschaftsjournalismus ist noch nie f\u00fcndig geworden, sondern berichtet lieber von vertraulichen Kamingespr\u00e4chen mit den Gro\u00df-Koryph\u00e4en und den gro\u00dfartigen Ausblicken auf die Zukunft.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Unterlassung auch der notwendigen internen Diskussion der Kl\u00e4rung bedeutet eine Behinderung der Forschung, die schon seit Jahrzehnten zur Unerkennbarkeit und Sterilit\u00e4t der Theorie gef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Nat\u00fcrlich wissen die Relativisten, da\u00df jede Diskussion der gegenseitigen widerspr\u00fcchlichen Behauptungen jederzeit zu einer allgemeinen Kritik der Theorie f\u00fchren k\u00f6nnte, so da\u00df sie sie aus Selbsterhaltungstrieb unbedingt vermeiden m\u00fcssen. Die begr\u00fcndete Furcht vor jeglicher Kritik f\u00fchrt auf diese Weise zu einer Verhinderung auch der theorieinternen Kl\u00e4rung. So kommt zu der Unterdr\u00fcckung nach drau\u00dfen (gegen die Kritiker) eine selbst auferlegte, subtil wirkende Zensur auch nach innen (gegen die eigenen Theorieanh\u00e4nger).<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n<em>Laue, Max v.: Das Relativit\u00e4tsprinzip. 2., verm. Aufl.. Braunschweig: Vieweg, 1913. 272 S. (Die Wissenschaft. 38.). <\/em>\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende) \u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Den Originaltext zu diesem Zitat finden Sie<strong> <a title=\"hier\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/kap2.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">hier<\/span><\/a> <\/strong>(Seiten 161 bis 162, sowie Seite 78 bis 79 zu Fehler E 3, und Seiten 137 bis 139 zu Fehler P 4).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe<strong> <a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a> <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Folgenden bringe ich einen weiteren Abschnitt zu den beiden Relativit\u00e4tstheorien mit dem Oberbegriff Darstellungen aus Kapitel 2, Fehler-Katalog\u00a0 der Dokumentation der Forschungsgruppe G. O. Mueller. 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