{"id":2743,"date":"2010-02-19T10:19:14","date_gmt":"2010-02-19T09:19:14","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2743"},"modified":"2010-02-19T10:24:05","modified_gmt":"2010-02-19T09:24:05","slug":"mathematik-ist-nicht-die-sprache-der-physik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/mathematik-ist-nicht-die-sprache-der-physik\/","title":{"rendered":"Mathematik ist nicht die Sprache der Physik"},"content":{"rendered":"<p>Als Erg\u00e4nzung zur Arbeit: \u201e<a title=\"Permanenter Link zu Mathematics is not the language of Physics\" href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/mathematics-is-not-the-language-of-physics\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Mathematics is not the language of Physics<\/span><\/a>\u201c m\u00f6chte ich hiermit erinnern an folgende zwei Beitr\u00e4ge, die schon fr\u00fcher in diesem Blog eingegeben wurden:\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><a title=\"Permanenter Link zu Also sprach Georg Christoph Lichtenberg (1742 bis 1799)\" href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/also-sprach-georg-christoph-lichtenberg-1742-bis-1799\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Also sprach Georg Christoph Lichtenberg (1742 bis 1799)<\/span><\/a><span style=\"color: #800000;\">\u00a0<br \/>\n<\/span>und:<br \/>\n<a title=\"Permanenter Link zu \u201eKritische Untersuchungen zur allgemeinen Elektrodynamik\u201c von Walter Ritz\" href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/%e2%80%9ekritische-untersuchungen-zur-allgemeinen-elektrodynamik%e2%80%9c-von-walter-ritz\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">\u201eKritische Untersuchungen zur allgemeinen Elektrodynamik\u201c von Walter Ritz<\/span><\/a><span style=\"color: #800000;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Aus der letztgenannten Arbeit aus dem\u00a0Jahre 1908 von <strong>Walter Ritz<\/strong> zitiere ich erneut einen Auszug:<\/p>\n<p><strong>Walter Ritz: \u201eKritische Untersuchungen zur allgemeinen Elektrodynamik\u201d<br \/>\n<\/strong>\u00dcbersetzt von <em>\u201cRecherches critiques sur l\u2019\u00c9lectrodynamique G\u00e9n\u00e9rale\u201d,<br \/>\nAnnales de Chimie et de Physique, <\/em>Vol. 13, p. 145, <strong>1908<\/strong>. Verlag D\u00fcrr, CH-6574 VIRA (1991).<br \/>\n(Auszug aus der Einleitung, Seiten 8 bis 10)<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify; PADDING-LEFT: 60px\"><strong>Zitat (<\/strong>\u00dcbersetzung aus dem Franz\u00f6sischen ins Deutsche):<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify; PADDING-LEFT: 60px\">Das Ergebnis meiner Betrachtungen ist den herrschenden Theorien nicht g\u00fcnstig. Die Er\u00f6rterung von deren Schwierigkeiten f\u00fchrt auf eine gemeinsame Ursache, den allen Theorien gemeinsamen \u00c4therbegriff. Namentlich ergibt sich:<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify; PADDING-LEFT: 60px\"><!--more-->1. Vom streng logischen Standpunkt aus k\u00f6nnen die elektrische und die magnetische Kraft, die auf den ersten Blick theoretisch grundlegend sind, v\u00f6llig ausgemerzt werden, so dass die Theorie nur Raum- und Zeitbeziehungen enth\u00e4lt. Man gelangt so zu den alten Elementarwirkungen, blo\u00df dass diese nicht mehr sofortig sind.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify; PADDING-LEFT: 60px\">2. Die Theorie l\u00e4sst unendlich viele L\u00f6sungen zu, die alle den gesetzten Bedingungen entsprechen, aber der Erfahrung widersprechen und z.B. zu einem perpetuum mobile f\u00fchren. Um solche L\u00f6sungen auszuschlie\u00dfen, muss man im Sinn einer Hypothese die Formeln der retardierten Potentiale einf\u00fchren. Diese bringen die Unumkehrbarkeit der Erscheinungen in die Elektrodynamik, w\u00e4hrend die allgemeinen Gleichungen mit der Umkehrbarkeit verkn\u00fcpft sind. Ich werde zeigen, dass sie, im Gegensatz zur \u00fcberkommenen Meinung, nicht aus einer passenden Spezialisierung des Anfangszustandes ableitbar sind. Sie bedeuten eine neue Hypothese, und diese macht die partiellen Differentialgleichungen \u00fcberfl\u00fcssig. Um diese Hypothese deutlich auszusprechen, ist es n\u00f6tig, von Elementarwirkungen zu sprechen, d. h. auf die Grundidee von Maxwell, der diese verwarf, zu verzichten.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify; PADDING-LEFT: 60px\">3. Der Begriff des \u00f6rtlichen Vorhandenseins von Energie im \u00c4ther ist unbestimmt und schlie\u00dft mehrere einfache L\u00f6sungen in sich.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify; PADDING-LEFT: 60px\">4. Die von Maxwell erkannte Unm\u00f6glichkeit, die Schwerkraft, die einer negativen Energie eines unstabilen Mediums entspr\u00e4che, auf die gleiche Begriffswelt aufzubauen, zeigt, dass diese nicht allgemeing\u00fcltig sein kann.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify; PADDING-LEFT: 60px\">5. Actio und reactio sind nicht gleich, und diese Ungleichheit widerspricht der Erfahrung.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify; PADDING-LEFT: 60px\">6. Die Versuche von Kaufmann \u00fcber die elektrische und magnetische Ablenkbarkeit der Betastrahlen des Radium beweisen nicht, dass die Masse des Elektrons vollst\u00e4ndig elektromagnetischen Ursprungs ist und von dessen absoluter Geschwindigkeit abh\u00e4ngt, denn einerseits zwingt uns nichts, mit Lorentz eine lineare Abh\u00e4ngigkeit der Kr\u00e4fte von der Geschwindigkeit anzunehmen \u2013 was nur f\u00fcr kleine Geschwindig\u00adkeiten zutreffen k\u00f6nnte \u2013 , und anderseits beweist ein Versuch von Trouton &amp; Noble, dass der Ausdruck f\u00fcr die elektromagnetische Bewegungsgr\u00f6\u00dfe in Abh\u00e4ngigkeit von der Geschwindigkeit, aus welcher Abraham die elektromagnetische Masse abgeleitet hat, sicherlich falsch ist.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify; PADDING-LEFT: 60px\">7. Die Theorie von Maxwell und Lorentz geht von einem System absoluter Koordinaten aus, d. h. solcher, die von der Bewegung der Materie unabh\u00e4ngig sind. Um in \u00dcbereinstimmung mit der Erfahrung zu bleiben, die sowohl in der Optik und Elektrodynamik wie in der Mechanik stets die Relativit\u00e4t aller Bewegung best\u00e4tigt hat, muss man hinterher dieses absolute System durch eine Reihe wenig wahrscheinlicher Annahmen wieder ausscheiden. Man muss den Begriff des starren K\u00f6rpers und die Unver\u00e4nderlichkeit der w\u00e4gbaren Masse aufgeben, au\u00dferdem die Regeln der Kinematik \u00e4ndern, insb. das Parallelogramm der Geschwindigkeit nur als eine erste Ann\u00e4herung ansehen, die bei niederen Geschwin\u00addigkeiten zul\u00e4ssig ist. Endlich m\u00fcssen Zeit und Gleichzeitigkeit zu ganz relativen Begriffen gemacht werden.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify; PADDING-LEFT: 60px\">Es w\u00e4re f\u00fcr die \u00d6konomie des Denkens zu bedauern, wenn solche Begriffe eingef\u00fchrt werden m\u00fcssten. Ich glaube, statt die Kinematik anzugreifen, muss man die \u00c4therhypothese und mit ihr die Darstellungs\u00adweise in partiellen Differentialgleichungen verlassen. Um zu erkl\u00e4ren, warum der \u00c4ther den K\u00f6rpern keinen Widerstand bietet und durch sie in seinem Zustand nicht ge\u00e4ndert wird, und aus manch anderen Gr\u00fcnden hat man bereits aus dem Fresnel\u2019schen \u00c4ther einen blo\u00dfen PHYSIKALISCHEN RAUM gemacht, der durch K\u00f6rper vollst\u00e4ndig durchdringbar ist, ein absolutes Koordinatensystem. Er ist nur noch eine mathematische Abstraktion, und seine Ausmerzung w\u00e4re nur der letzte Schritt in einer langen Entwicklung.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify; PADDING-LEFT: 60px\"><strong>(Zitatende)\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldnpa.org\/php2\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Erg\u00e4nzung zur Arbeit: \u201eMathematics is not the language of Physics\u201c m\u00f6chte ich hiermit erinnern an folgende zwei Beitr\u00e4ge, die schon fr\u00fcher in diesem Blog eingegeben wurden:\u00a0\u00a0 Also sprach Georg Christoph Lichtenberg (1742 bis 1799)\u00a0 und: \u201eKritische Untersuchungen zur allgemeinen Elektrodynamik\u201c von Walter Ritz\u00a0 Aus der letztgenannten Arbeit aus dem\u00a0Jahre 1908 von Walter Ritz zitiere [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-2743","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-deutschsprachige-kritik-der-relativitatstheorie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2743"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2743"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2743\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2743"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2743"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2743"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}