{"id":2687,"date":"2009-12-15T10:52:19","date_gmt":"2009-12-15T09:52:19","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2687"},"modified":"2009-12-15T10:52:19","modified_gmt":"2009-12-15T09:52:19","slug":"albert-einstein-behauptet-der-zeitbegriff-sei-eine-zeigerstellung-von-uhren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/albert-einstein-behauptet-der-zeitbegriff-sei-eine-zeigerstellung-von-uhren\/","title":{"rendered":"Albert Einstein behauptet, der Zeitbegriff sei eine Zeigerstellung von Uhren"},"content":{"rendered":"<p>Seit mehr als 100 Jahren streiten sich Wissenschaftler dar\u00fcber, was <strong>Zeit<\/strong> eigentlich ist.<br \/>\nLesen Sie dazu die Stellungnahme der Forschungsgruppe <strong><a title=\"G. O. Mueller\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=597\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">G. O. Mueller<\/span><\/a><\/strong> in ihrer Dokumentation<br \/>\n<strong><a title=\"Kapitel 2, Fehler-Katalog\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/kap2.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Kapitel 2, Fehler-Katalog<\/span><\/a><\/strong>. In dieser Dokumentation sind zahlreiche Fehler der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie (SRT) zusammengestellt.<\/p>\n<p><strong>Zitat: <\/strong><\/p>\n<p>D: Zeit \/ Fehler Nr. 1<br \/>\n<strong>Albert Einstein behauptet, der Zeitbegriff sei eine Zeigerstellung von Uhren<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">AE1905, S. 893, gibt als &#8222;Definition der &#8218;Zeit'&#8220; (die Anf\u00fchrungsstriche f\u00fcr &#8222;Zeit&#8220; stammen von Einstein), &#8222;da\u00df ich an Stelle der &#8218;Zeit&#8216; die &#8218;Stellung des kleinen Zeigers meiner Uhr&#8216; setze. Eine solche Definition gen\u00fcgt in der Tat, wenn es sich darum handelt, eine Zeit zu definieren ausschlie\u00dflich f\u00fcr den Ort, an welchem sich die Uhr eben befindet&#8220;. Und abschlie\u00dfend (S. 894-895): &#8222;Wesentlich ist, da\u00df wir die Zeit mittels im ruhenden System ruhender Uhren definiert haben; wir nennen die eben definierte Zeit wegen der Zugeh\u00f6rigkeit zum ruhenden System &#8218;die Zeit des ruhenden Systems'&#8220;. Damit behauptet Albert Einstein zweierlei: (1) da\u00df die Zeit danach definiert wird, was eine Uhr anzeigt; und (2) da\u00df eine Zeit f\u00fcr einen Ort definiert sein kann, und zwar &#8222;ausschlie\u00dflich&#8220;, was immer das hei\u00dfen soll.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Beide Behauptungen sind falsch: die erste, weil der Zeitbegriff vorg\u00e4ngig ist und schon die Konstruktion der Uhr bestimmt, so da\u00df keine sp\u00e4tere Stellung eines Uhrzeigers mehr den Zeitbegriff ver\u00e4ndern kann, wie \u00fcberhaupt das Abgeleitete nicht auf das Origin\u00e4re zur\u00fcckwirken kann; und die zweite, weil der physikalische Begriff der Zeit aus dem Vergleichen von beliebigen physikalischen Vorg\u00e4ngen (Bewegungen) im gesamten Beobachtungsraum gewonnen wird, deshalb f\u00fcr den gesamten Beobachtungsraum gilt und nicht mehr nachtr\u00e4glich willk\u00fcrlich durch das Vorhandensein eines Instruments (Uhr) auf dessen Ort im Raum beschr\u00e4nkt werden kann.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Wenn die Zeit in der Uhr w\u00e4re und sich immer nur dem Ort mitteilen w\u00fcrde, an dem die Uhr steht, dann hinge \u00fcbrigens, nach der Logik Albert Einsteins, die Zeit am Ort von den Gangst\u00f6rungen der jeweiligen Uhr ab, und h\u00e4tte ein Ort, an dem sich keine Uhr befindet, keine Zeit: woraus erhellt, da\u00df die Zeit nicht in der Uhr sein kann, sondern von ihr nur angezeigt wird; auch wo keine Uhr die Zeit mi\u00dft, existiert der Zeitbegriff und erfolgen alle Ver\u00e4nderungen in der Zeit.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Den Zeitbegriff aus der Zeigerstellung der Uhr zu definieren, verkennt die logisch gegebenen Abh\u00e4ngigkeiten und stellt die gedankliche Konzeption der Zeit, ihren Begriff, genauso auf den Kopf wie etwa die Behauptungen, das Thermometer definiere den Temperaturbegriff, oder das Meterma\u00df definiere den L\u00e4ngenbegriff. Die Verwechslung von Begriff und daraus abgeleitetem Me\u00dfinstrument ist leicht zu diagnostizieren und demonstriert wieder einmal die Ahnungslosigkeit Albert Einsteins im Hantieren mit Begriffen und seine mangelnde gedankliche Analyse der Probleme, die zu l\u00f6sen er beabsichtigt.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die angebliche Geltung der Zeit nur f\u00fcr den Ort, an dem sich eine Uhr befindet, k\u00f6nnte probeweise akzeptiert werden, wenn er sich selbst daran gehalten h\u00e4tte: man w\u00fcrde dann gespannt verfolgen, zu welchen Erkenntnissen er damit gelangt. In den \u00fcbrigen Aussagen seiner Theorie arbeitet er jedoch wieder mit dem gel\u00e4ufigen physikalischen Zeitbegriff, indem seine Uhren eine Zeit auch \u00fcber ihren Aufstellungsort hinaus, n\u00e4mlich f\u00fcr ein ganzes ausgedehntes Bezugssystem anzeigen k\u00f6nnen. Damit widerlegt er selbst seine Behauptung von der nur lokal g\u00fcltigen Zeit. Da\u00df einmal die Zeit nur lokal g\u00fcltig sei und ein anderes Mal auch im Beobachtungsraum, w\u00fcrde zwei verschiedene Zeitbegriffe voraussetzen, die in der SRT nicht entwickelt worden sind.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">P. Janich 1969 macht klar, da\u00df der Zeitbegriff etwas Normatives ist, eine protophysikalische Setzung, die nicht durch Gangst\u00f6rungen der Uhren oder bestimmte Zeigerstellungen nachtr\u00e4glich ver\u00e4ndert werden kann.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Auch die Behauptung, Zeit sei, was aus der Uhr kommt, ist ein Akt der Magie: die Uhr als Zeitspender. &#8211; Der Wechsel zwischen zwei verschiedenen Zeitbegriffen, einem von ihm selbst eingef\u00fchrten nur lokalen Begriff und dem gel\u00e4ufigen, im Beobachtungsraum geltenden Zeitbegriff der Physik und Astronomie, beweist schlagend, da\u00df auch Albert Einstein selbst mit dem erfundenen nur lokalen Zeitbegriff nicht auskommt, weil er ohne einen im Raum g\u00fcltigen Zeitbegriff die Naturvorg\u00e4nge im Beobachtungsraum \u00fcberhaupt nicht in eine Reihenfolge einordnen k\u00f6nnte. Allerdings will er seinen raumg\u00fcltigen Zeitbegriff auf die Ausdehnung eines Bezugssystems einschr\u00e4nken: die Einschr\u00e4nkung wird in der Praxis jedoch durchbrochen von allen anderen Bezugssystemen, die relativ zum ersten Bezugssystem ruhen: da sie untereinander starr verbunden sein k\u00f6nnten, mu\u00df in ihnen dieselbe Zeit gelten wie im ersten Bezugssystem, womit die von Albert Einstein vorgesehene Einschr\u00e4nkung hinf\u00e4llig wird. Es gibt entweder nur den Begriff einer magischen Zeit aus der Uhr f\u00fcr den Aufstellungsort oder den Begriff der physikalischen Zeit f\u00fcr den gesamten Beobachtungsraum; man m\u00fc\u00dfte sich entscheiden. Die Astronomen haben sich entschieden.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><em>Janich, Peter: Die Protophysik der Zeit. Mannheim: Bibliogr. Inst., 1969. 177 S. &#8211; Sp\u00e4tere Ausgabe: Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1980. 319 S. <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende) <\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Den Originaltext zu diesem Zitat finden Sie <strong><a title=\"hier\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/kap2.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">hier<\/span><\/a><\/strong> (Seite 61 bis 62).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit mehr als 100 Jahren streiten sich Wissenschaftler dar\u00fcber, was Zeit eigentlich ist. Lesen Sie dazu die Stellungnahme der Forschungsgruppe G. O. Mueller in ihrer Dokumentation Kapitel 2, Fehler-Katalog. 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