{"id":2675,"date":"2009-11-30T12:31:51","date_gmt":"2009-11-30T11:31:51","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2675"},"modified":"2009-11-30T12:31:51","modified_gmt":"2009-11-30T11:31:51","slug":"gunther-baer-%e2%80%9eheinrich-hertz-vervollkommnet-die-maxwellsche-theorie%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/gunther-baer-%e2%80%9eheinrich-hertz-vervollkommnet-die-maxwellsche-theorie%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"G\u00fcnther Baer: \u201eHeinrich Hertz vervollkommnet die Maxwell&#8217;sche Theorie\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Ich nehme Bezug auf folgenden Beitrag in diesem Blog:<br \/>\n<a title=\"Permanenter Link zu Brauchen wir ein neues physikalisches Weltbild?\" href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/brauchen-wir-ein-neues-physikalisches-weltbild\/\" target=\"_blank\"><strong><span style=\"color: #800000;\">Brauchen wir ein neues physikalisches Weltbild?<\/span><\/strong><\/a>\u00a0<br \/>\naus dem Buch: \u201cSPUR eines JAHRHUNDERTIRRTUMS\u201d von <a title=\"G\u00fcnther Baer\" href=\"http:\/\/www.worldnpa.org\/php2\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=603\" target=\"_blank\"><strong><span style=\"color: #800000;\">G\u00fcnther Baer<\/span><\/strong><\/a><strong>.<br \/>\n<\/strong>Nachstehend bringe ich eine weitere Arbeit von G\u00fcnther Baer.<\/p>\n<p><strong>Zitat:<\/strong><\/p>\n<p><strong><a title=\"4.12.2 Heinrich Hertz vervollkommnet die Maxwell'sche Theorie\" href=\"http:\/\/www.miriup.de\/spur\/4.12.html#4.12.2\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">4.12.2 Heinrich Hertz vervollkommnet die Maxwell&#8217;sche Theorie<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Heinrich Hertz (1857-1894) hat die durch Maxwell vorausgesagten elektromagnetischen Wellen 1887 experimentell nachgewiesen. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen entsprach der Lichtgeschwindigkeit. Hertz konnte auch die geradlinige Wellenausbreitung, die Reflexion, die Brechung und die Polarisation nachweisen. Er gab der Maxwell&#8217;schen Theorie die endg\u00fcltige mathematische Form, weshalb diese gelegentlich auch als Theorie von Maxwell und Hertz bezeichnet wird.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Faraday (1791-1867), Maxwell (1831-1879) und Hertz (1857-1894) stellen eine gewisse \u201eDreieinigkeit&#8220; dar: Faraday, der bahnbrechende Experimentator, der zur Formulierung seiner Erkenntnisse nie eine mathematische Formel benutzte; Maxwell, ein mathematisches Genie, der die Erkenntnisse Faradays in Formeln kleidete und dabei zu einigen verallgemeinernden Schlu\u00dffolgerungen gelangte und schlie\u00dflich Heinrich Hertz, der dieses Gemeinschaftswerk weiter experimentell best\u00e4tigte und theoretisch vervollkommnete.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">In ihrem Denken und Tun waren Faraday, Maxwell und Hertz durch einen Grundgedanken verbunden: Sie waren Anh\u00e4nger der damals anerkannten und verbreiteten \u00c4therauffassungen und bedienten sich des Feldbegriffs als Hilfsvorstellung zur Veranschaulichung der \u00e4u\u00dferen Erscheinungen noch zu erkennender \u00c4therwirkungen.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">In neuzeitlichen Verlautbarungen wird diese Wahrheit entweder v\u00f6llig unterschlagen, weil sie nicht in das moderne Weltbild pa\u00dft, oder man gesteht Faraday, Maxwell und Hertz nachsichtig zu, da\u00df sie sich selbst und ihre wissenschaftliche Gro\u00dfleistung gar nicht begriffen haben.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Max Born zur Hertz&#8217;schen Theorie: ,,Heinrich Hertz hat die Hypothese von der vollst\u00e4ndigen Mitf\u00fchrung des \u00c4thers auf die Maxwellschen Gleichungen \u00fcbertragen. Seine Theorie kennt nur relative Bewegungen der K\u00f6rper, wobei der \u00c4ther ebenfalls ein K\u00f6rper ist. In einem translatorisch bewegten System laufen nach Hertz alle Vorg\u00e4nge genau so ab, als wenn es ruhte.&#8220; &lt;12&gt;<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Das sind wieder unzutreffende Verallgemeinerungen, mit denen die Widerspr\u00fcche vorprogrammiert sind. Heinrich Hertz meint nat\u00fcrlich, da\u00df die <em>Erde<\/em> den \u00c4ther vollst\u00e4ndig mitf\u00fchrt. Und diese irrige Annahme wird dann sogleich allgemein auf ,,ein translatorisch bewegtes System&#8220; \u00fcbertragen; wodurch die Versuche mit erwiesener teilweiser Mitf\u00fchrung, bei denen sich das Versuchsobjekt an der Erdoberfl\u00e4che gegen\u00fcber einer erdfesten Versuchsapparatur bewegt, wieder nicht erkl\u00e4rbar w\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Wir k\u00f6nnen konkreter und widerspruchsfrei formulieren: Nach der Wirbelauffassung wird die Erde im Zentrum eines differentiell rotierenden Wirbels vollst\u00e4ndig mitgef\u00fchrt. Eine an der Erdoberfl\u00e4che ruhende Versuchsanordnung mit dem in ihr ruhenden Versuchsk\u00f6rper wird von der latenten Materie vollst\u00e4ndig mitgef\u00fchrt; der an der Erdoberfl\u00e4che gegen\u00fcber der Erde <em>bewegte<\/em> Versuchsk\u00f6rper f\u00fchrt die latente Materie teilweise mit.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Auch die Hertz&#8217;sche Theorie mu\u00dfte scheitern, weil Heinrich Hertz mit der Ruhe und Bewegung \u201eseines&#8220; \u00c4thers konkret nichts anzufangen wu\u00dfte. Es wurde ,,vollst\u00e4ndige Mitf\u00fchrung&#8220; des \u00c4thers angenommen, ohne genau zu wissen und zu definieren, unter welchen konkreten Umweltbedingungen diese ,,Mitf\u00fchrung&#8220; auftreten sollte. So konnte auch diese Theorie die scheinbaren Widerspr\u00fcche zwischen vollst\u00e4ndiger und teilweiser Mitf\u00fchrung nicht erkl\u00e4ren oder \u00fcberbr\u00fccken.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Dennoch war Heinrich Hertz der vermeintlichen physikalischen Wahrheit sehr nahe, zumindest befand er sich wohl auf der richtigen Spur, weil er die L\u00f6sung der Widerspr\u00fcche in ihren inneren, materiellen Ursachen suchte. Einige Gedanken aus einem Vortrag, den Heinrich Hertz vor der 62. Versammlung deutscher Naturforscher und \u00c4rzte 1889 in Heidelberg gehalten hat, verdeutlichen das Hertz&#8217;sche Denken und die damalige Situation in der Physik in besonders eindrucksvoller Weise und seien in Teilen vorgestellt:<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0\u201eDie Wellentheorie des Lichts ist, menschlich gesprochen, Gewi\u00dfheit; was aus derselben mit Notwendigkeit folgt, ist ebenfalls Gewi\u00dfheit. Es ist also auch gewi\u00df, da\u00df aller Raum, von dem wir Kunde haben, nicht leer ist, sondern erf\u00fcllt von einem Stoffe, welcher f\u00e4hig ist, Wellen zu schlagen, dem \u00c4ther.&#8220;<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0\u201eAber so bestimmt auch unsere Kenntnisse von den geometrischen Verh\u00e4ltnissen der Vorg\u00e4nge in diesem Stoffe sind, so unklar sind noch unsere Vorstellungen von der physikalischen Natur dieser Vorg\u00e4nge, so widerspruchsvoll zum Teil unsere Annahmen \u00fcber die Eigenschaften des Stoffes selbst.&#8220;<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0\u201eNaiv und unbefangen hatte man von vornherein die Wellen des Lichtes, sie mit denen des Schalles vergleichend, als elastische Wellen angesehen und behandelt. Nun sind aber elastische Wellen in Fl\u00fcssigkeiten nur in der Form von Longitudinalwellen bekannt. Elastische Transversalwellen in Fl\u00fcssigkeiten sind nicht bekannt; die sind nicht einmal m\u00f6glich; sie widersprechen der Natur des fl\u00fcssigen Zustandes.&#8220;<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0\u201eAlso war man zu der Behauptung gezwungen, der raumerf\u00fcllende \u00c4ther verhalte sich wie ein fester K\u00f6rper. Betrachtete man dann aber den ungest\u00f6rten Lauf der Gestirne und suchte sich Rechenschaft von der M\u00f6glichkeit desselben zu geben, so war wiederum die Behauptung nicht zu umgehen, der \u00c4ther verhalte sich wie eine vollkommene Fl\u00fcssigkeit. Nebeneinander bildeten beide Behauptungen einen f\u00fcr den Verstand schmerzhaften Widerspruch, welcher die sch\u00f6n entwickelte Optik entstellte.&#8220;<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Heinrich Hertz sucht und ahnt den <em>inneren<\/em> Zusammenhang;<br \/>\n\u201eDa liegt nahe vor uns die Frage nach den unvermittelten Fernwirkungen \u00fcberhaupt. Gibt es solche? Von vielen, welche wir zu besitzen glaubten, bleibt uns nur noch eine, die Gravitation. T\u00e4uscht uns auch diese? Das Gesetz, nach welchem sie wirkt, macht sie schon verd\u00e4chtig. In anderer Richtung liegt nicht ferne die Frage nach dem Wesen der Elektrizit\u00e4t. Von hier gesehen, verbirgt sie sich hinter der bestimmteren Frage nach dem Wesen der elektrischen und magnetischen Kr\u00e4fte im Raume. Und unmittelbar an diese anschlie\u00dfend erhebt sich die gewaltige Hauptfrage nach dem Wesen, nach den Eigenschaften des raumerf\u00fcllenden Mittels, des \u00c4thers, nach seiner Struktur, seiner Ruhe oder Bewegung, seiner Unendlichkeit oder Begrenztheit. Immer mehr gewinnt es den Anschein, als \u00fcberrage <em>diese<\/em> Frage alle \u00fcbrigen, als m\u00fcsse die Kenntnis des \u00c4thers uns nicht allein das Wesen der ehemaligen Imponderabilien offenbaren, sondern auch das Wesen der alten Materie selbst und ihrer innersten Eigenschaften, der Schwere und der Tr\u00e4gheit.<br \/>\nDer heutigen Physik liegt die Frage nicht mehr ferne, ob nicht etwa alles, was ist, aus dem \u00c4ther geschaffen sei.&#8220;<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0\u201eNehmt aus der Welt die Elektrizit\u00e4t, und das Licht verschwindet; nehmt aus der Welt den lichttragenden \u00c4ther, und die elektrischen und magnetischen Kr\u00e4fte k\u00f6nnen nicht mehr den Raum \u00fcberschreiten. Dies ist unsere Behauptung.&#8220;\u00a0<br \/>\n\u00a0(Heinrich Hertz: \u00dcber die Beziehungen zwischen Licht und Elektrizit\u00e4t; Alfred K\u00f6rner Verlag, Leipzig 1923).\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende) <\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich nehme Bezug auf folgenden Beitrag in diesem Blog: Brauchen wir ein neues physikalisches Weltbild?\u00a0 aus dem Buch: \u201cSPUR eines JAHRHUNDERTIRRTUMS\u201d von G\u00fcnther Baer. Nachstehend bringe ich eine weitere Arbeit von G\u00fcnther Baer. 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