{"id":2657,"date":"2009-11-09T11:59:43","date_gmt":"2009-11-09T10:59:43","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2657"},"modified":"2009-11-09T11:59:43","modified_gmt":"2009-11-09T10:59:43","slug":"dr-walter-theimer-%e2%80%9eder-%c2%abeinstein-zug%c2%bb%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/dr-walter-theimer-%e2%80%9eder-%c2%abeinstein-zug%c2%bb%e2%80%9c\/","title":{"rendered":"Dr. Walter Theimer: \u201eDer \u00abEinstein-Zug\u00bb\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Nachstehend bringe ich eine weitere Leseprobe aus dem bereits genannten Buch:\u00a0<br \/>\n<strong>\u201c<a title=\"Die Relativit\u00e4tstheorie  -  Lehre, Wirkung, Kritik\" href=\"http:\/\/www.mahag.com\/theimer.php\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Die Relativit\u00e4tstheorie\u00a0 &#8211;\u00a0 Lehre, Wirkung, Kritik<\/span><\/a>\u201c<br \/>\n<\/strong>von <strong><a title=\"Dr. Walter Theimer\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=602\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Dr. Walter Theimer<\/span><\/a> \u00a0<\/strong>(Seiten 35 bis 39):\u00a0\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Zitat: <\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><em>Der \u00abEinstein-Zug\u00bb<br \/>\n<\/em><\/strong>Einstein illustriert seine Gleichzeitigkeits-Definition mit einem Gedan\u00adkenexperiment. Er arbeitet in diesem Stadium nur mit Gedankenexperi\u00admenten, ein sonst in der Naturwissenschaft verp\u00f6ntes Verfahren. Die Wissenschaft verlangt reale Experimente. Einsteins Gedankenexperiment betrifft den Signalempfang durch einen ruhenden und einen in einem Eisenbahnzug fahrenden Beobachter. Knapp vor und hinter dem mit der Geschwindigkeit v fahrenden Zug schlagen gleichzeitig zwei Blitze ein. In diesem Augenblick befindet sich der ruhende Beobachter M genau in der Mitte vor dem Zug auf dem Bahndamm. Der mitfahrende Beobachter <em>M&#8216; <\/em>sitzt in der Zugmitte auf dem Zugdach und befindet sich in diesem Augenblick genau gegen\u00fcber dem ruhenden Beobachter M. Die Gleich\u00adzeitigkeit der Blitzeinschl\u00e4ge gilt nach Einstein nur f\u00fcr den Mann auf dem Bahndamm, den die beiden Lichtsignale, weil sie den gleichen Weg mit der Geschwindigkeit c zur\u00fcckzulegen haben, in der Tat gleichzeitig errei\u00adchen.\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Den Mann auf dem mit der Geschwindigkeit v fahrenden Zug erreichen sie nicht gleichzeitig. Das vordere Signal, dem er entgegenf\u00e4hrt, erreicht ihn fr\u00fcher, das hintere Signal, von dem er sich wegbewegt, w\u00e4hrend die Lichtwelle die Distanz durcheilt, erreicht ihn sp\u00e4ter. Die synchronisierten Uhren zeigen es. M&#8216; folgert, da\u00df die beiden Einschl\u00e4ge nicht gleichzeitig stattgefunden haben. Die Signale, die ihn in den Zeitpunkten t&#8216;<sub>1<\/sub> und t&#8216;<sub>2<\/sub> erreicht haben, sind bei dem ruhenden Beobachter M beide zur Zeit t ein\u00adgetroffen, t ist nicht gleich t&#8216;.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Voraussetzungen dieses Gedankenexperiments sind ungeheuer\u00adlich, obwohl Einstein davon nicht spricht. Der Zug mu\u00df mindestens 100 000 Kilometer lang sein, wenn bei normaler Geschwindigkeit ein Un\u00adterschied im Eintreffen der Signale beobachtbar werden soll. Oder mu\u00df er mit einer Geschwindigkeit von 100 000 Kilometern in der <em>Sekunde <\/em>fah\u00adren. Wieweit dabei irgendwelche Wahrnehmungen m\u00f6glich sind, wird nicht gesagt. Die postulierten Wahrnehmungen erfolgen anders als beim Michelson-Morley-Versuch. Interferenz wird nicht verwendet, es wer\u00adden einfache optische Eindr\u00fccke angenommen. Der in der Relativit\u00e4ts\u00adtheorie vielverwendete \u00abEinstein-Zug\u00bb ist ein sonderbares, phantasti\u00adsches Gebilde, das von der Wirklichkeit und den einfachsten experimentellen Anforderungen so weit entfernt ist wie nur m\u00f6glich. Er sieht nicht aus, als ob er als Grundlage f\u00fcr gewaltige physikalische und philosophische Umw\u00e4lzungen geeignet w\u00e4re. Wir wollen trotzdem auf Einsteins Argumentation n\u00e4her eingehen.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">In welcher Beziehung steht dieses Gedankenexperiment zur Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und wieweit demonstriert es die Relativit\u00e4t der Gleichzeitigkeit? F\u00fcr den ruhenden Beobachter M ist die Sache klar: er rechnet f\u00fcr seine Eindr\u00fccke mit gleicher Lichtgeschwindigkeit c in beiden Richtungen. (Einstein erkl\u00e4rt ausdr\u00fccklich, damit wolle er nichts \u00fcber die Natur des Lichts aussagen; er stipuliere die Konstanz von c in beiden Richtungen, um \u00fcberhaupt zu einer Definition der Gleichzeitigkeit zu ge\u00adlangen.) \u00dcberlegt sich nun M, was der fahrende Beobachter M&#8216; sehen wird, so mu\u00df er nach allem Augenschein f\u00fcr diesen zwei verschiedene Si\u00adgnalgeschwindigkeiten c + v (vorderes Signal) und c &#8211; v (hinteres Signal) annehmen.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Wenn M&#8216; die Bewegung seines Zuges kennt, mu\u00df er zu derselben Be\u00adrechnung kommen wie M. Das ist ihm aber von Einstein verboten, sonst k\u00e4me die absolute, mit M gemeinsame Zeit wieder herein. Zwar ist schon im Ansatz des Gedankenexperiments angedeutet worden, da\u00df er den vor\u00adderen Blitz fr\u00fcher sieht, weil er ihm entgegenf\u00e4hrt, und den hinteren sp\u00e4ter, weil er von ihm wegf\u00e4hrt: der Signalweg ist f\u00fcr den Unterschied ma\u00dfgebend. Aber pl\u00f6tzlich hat M&#8216; das zu vergessen. Er hat nichts anzunehmen, als da\u00df c f\u00fcr alle wie immer bewegten Beobachter, also auch f\u00fcr ihn, gleich ist. Wenn er dann nicht dasselbe sieht wie M, die Signale also nicht gleichzeitig bei ihm eintreffen, so kann das nur davon kommen, da\u00df die Signale nicht gleichzeitig ausgesandt worden sind. Der vordere Blitz hat fr\u00fcher eingeschlagen als der hintere.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Orientierungs- und Urteilsm\u00f6glichkeiten des Beobachters M&#8216; sind durch eine vorher erlassene Vorschrift eingeschr\u00e4nkt. Die \u00abVerschieden\u00adheit der Zeit\u00bb in beiden Systemen folgt nicht aus den Tatsachen, sondern aus einer Deutung, die das, was bewiesen werden soll, schon vorweg\u00adnimmt. Einstein l\u00e4\u00dft die Figuren in seinen Gedankenexperimenten im\u00admer so denken, da\u00df die Relativit\u00e4tstheorie herauskommt. In der Logik nennt man das eine <em>petitio principii. <\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende) <\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Lesen Sie bitte <strong><a title=\"hier\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/Theimer-SRT-S-35-bis-39\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">hier<\/span><\/a><\/strong> weiter!<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe <strong><a title=\"Ekkehard Friebe\" href=\"http:\/\/www.worldsci.org\/php\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=494\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Ekkehard Friebe<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachstehend bringe ich eine weitere Leseprobe aus dem bereits genannten Buch:\u00a0 \u201cDie Relativit\u00e4tstheorie\u00a0 &#8211;\u00a0 Lehre, Wirkung, Kritik\u201c von Dr. Walter Theimer \u00a0(Seiten 35 bis 39):\u00a0 Zitat: Der \u00abEinstein-Zug\u00bb Einstein illustriert seine Gleichzeitigkeits-Definition mit einem Gedan\u00adkenexperiment. 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