{"id":2180,"date":"2009-07-06T09:29:52","date_gmt":"2009-07-06T08:29:52","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2180"},"modified":"2009-07-06T09:29:52","modified_gmt":"2009-07-06T08:29:52","slug":"die-anhanger-der-theorie-werden-uber-die-kritik-informiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/die-anhanger-der-theorie-werden-uber-die-kritik-informiert\/","title":{"rendered":"Die Anh\u00e4nger der Theorie werden \u00fcber die Kritik informiert"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><a title=\"G. O. Mueller\" href=\"http:\/\/www.worldnpa.org\/php2\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=597\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">G. O. Mueller<\/span><\/a><\/strong> schreibt in seiner Dokumentation <strong>\u201e<a title=\"Das Gedankenexperiment\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/kap9.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Das Gedankenexperiment<\/span><\/a>&#8222;<\/strong> auf den Seiten 39 bis 41:<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Zitat: <\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Im Internet werden auch die Anh\u00e4nger der Theorie \u00fcber die Kritik informiert<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Man k\u00f6nnte es die List der Vernunft nennen: indem im Internet die Gegner der Theoriekritik gegen jegliche Kritik ihrer sch\u00f6nen Theorie w\u00fcten, fangen sie an, sich mit den durch die Dokumentation vermittelten Informationen auseinanderzusetzen. Das sind nur kleine erste Schritte zu einer rationalen Auseinandersetzung mit der Kritik, gegen\u00fcber der zensierten Offline-Welt jedoch ein ungeheurer Fortschritt. Das Internet ist damit schon weiter als die Offline-Welt.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Mehrere Indizien f\u00fcr diese Entwicklung sind zu sehen. Die Theorie-Anh\u00e4nger wundern sich z. B. \u00fcber die gro\u00dfe Zahl der nachgewiesenen kritischen Ver\u00f6ffentlichungen und bemerken, keiner k\u00f6nne mehrere Tausend Titel durcharbeiten. Sie werden wohl irgendwann darauf kommen, da\u00df die jahrzehntelange Nicht-Information nicht die Schuld der Kritiker ist. Sie werden dann auf die Frage sto\u00dfen, wer die Nicht-Information eigentlich organisiert hat.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->In mehreren Foren fangen einige theoriegl\u00e4ubige Diskutanten sogar an, die im Fehler-Katalog der Dokumentation (<strong><a title=\"Kap. 2\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/kap2.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Kap. 2<\/span><\/a><\/strong>) aufgef\u00fchrten Theoriefehler als falsche und irrige Behauptungen zu entlarven und zu widerlegen. Dies ist der Beginn einer endlich stattfindenden Besch\u00e4ftigung mit der Kritik und deshalb sehr zu begr\u00fc\u00dfen; vgl. oben S. 19.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Mit der Auseinandersetzung im Internet, wie aggressiv und p\u00f6belhaft sie auch von seiten der Theorieanh\u00e4nger gef\u00fchrt werden mag, wird die Strategie der akademischen &#8222;Wissenschaft&#8220; in der Offline-Welt durchkreuzt, auf die Existenz der Kritik nur mit Schweigen, Verschweigen und notfalls Verleumden, also m\u00f6glichst gar nicht zu reagieren. Dieser Strategie-Bruch in der Online-Welt ist ein bedeutsamer Vorgang, wird von den Diskutanten aber bisher anscheinend nicht gesehen. Dennoch wird er Folgen f\u00fcr die Offline-Welt haben.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Diskussion \u00fcber die Kritik an den Relativit\u00e4tstheorien \u00a0&#8211; \u00a0mit oder ohne Erw\u00e4hnung unserer Dokumentation &#8211; in den Internetforen und in j\u00fcngster Zeit auch die wachsende Zahl von Web-Blogs haben eine \u00fcberraschend gro\u00dfe Resonanz gefunden, belegt durch die hohen Zahlen von Besuchern, die die Seiten nur lesen, ohne sich zum Thema zu \u00e4u\u00dfern. Unter ihnen wird ein hoher Anteil von Interessierten sein, die sich noch kein Urteil \u00fcber den Gegenstand gebildet haben.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">F\u00fcr die weitere Entwicklung der \u00f6ffentlichen Bewu\u00dftseinsbildung wird nicht entscheidend sein, ob diese Interessierten nach Lekt\u00fcre der Internetseiten der einen oder anderen Seite der Kontrahenten zuneigen, sondern da\u00df sie die einfache, aber wichtige Botschaft mitnehmen, da\u00df eine Kritik der Theorie existiert. Damit wird den Propagandisten und Gehirnw\u00e4schern der Relativistik eine Voraussetzung f\u00fcr ihre Wirksamkeit entzogen: die Ahnungslosigkeit des Publikums \u00fcber die Existenz einer Kritik.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Auf seiten der Theoriekritiker erm\u00f6glicht das Internet eine internationale Vernetzung durch gegenseitige Information und Verlinkung der Kritikerseiten, die in der Offline-Welt nicht zu erreichen gewesen w\u00e4re. Damit kann f\u00fcr die Kritiker die seit Jahrzehnten durch die Unterdr\u00fcckung und den Ausschlu\u00df aus der Fachdiskussion eingetretene Vereinzelung und Isolierung endlich aufgebrochen werden.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Durchaus positiv an den Foren werten wir, da\u00df auch von denjenigen Diskutanten, die die Theorie generell f\u00fcr richtig und die Kritik generell f\u00fcr falsch und deshalb unbegr\u00fcndet halten, folgende Stellungnahmen zu lesen sind:<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\n(1) Einige geben zu, noch nie etwas von Kritik geh\u00f6rt zu haben; damit ist die Notwendigkeit unserer Dokumentation schlagend erwiesen.<br \/>\n(2) Einige teilen mit, da\u00df sie in der Dokumentation gelesen haben: damit beweisen sie ein grunds\u00e4tzliches Interesse an der Besch\u00e4ftigung mit gegenteiligen Positionen.<br \/>\n(3) Einige beginnen die Auseinandersetzung mit bestimmten Fehlern im &#8222;Fehlerkatalog&#8220; (<strong><a title=\"Kapitel 2\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/kap2.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Kapitel 2<\/span><\/a><\/strong>): damit wird der Zweck der Dokumentation tats\u00e4chlich erreicht.<br \/>\n(4) Einige bewerten die Lekt\u00fcre der Dokumentation trotz der gegenteiligen Positionen immerhin als unterhaltsam.<br \/>\n(5) Einige wenige sorgen sich (nat\u00fcrlich heuchlerisch &#8211; aber immerhin!) f\u00fcrsorglich, ob unsere Partner das GOM-Projekt auch wirklich gut vertreten. Wir k\u00f6nnen alle F\u00fcrsorglichen beruhigen: unsere Partner geh\u00f6ren zu den ganz wenigen, die die wahre Problematik der Relativistik erkannt haben, und sich tatkr\u00e4ftig f\u00fcr die Aufl\u00f6sung dieser Problematik einsetzen.<br \/>\n(6) Einige halten die Dokumentation f\u00fcr derart gef\u00e4hrlich, da\u00df sie an einzelne Bibliotheken geschrieben haben, die Bibliotheken sollten die Katalognachweise l\u00f6schen oder wenigstens die Benutzung sperren: ein sch\u00f6neres Kompliment f\u00fcr eine Ver\u00f6ffentlichung w\u00e4re dann eigentlich nur noch deren \u00f6ffentliche Verbrennung!<br \/>\n(7) Einige wenige bestreiten rundweg irgendeine Unterdr\u00fcckung der Theoriekritik in der Gesellschaft, verweisen auf die gro\u00dfe Zahl der dokumentierten kritischen Ver\u00f6ffentlichungen und die damit bewiesene herrschende Meinungs- und Pressefreiheit in Deutschland, und sie sprechen sich auch f\u00fcr die Freiheit der Kritik aus: auch wenn sie damit der entscheidenden Frage nach der Wissenschaftsfreiheit ausweichen, so sind sie doch potentielle Verb\u00fcndete in der Forderung nach Freiheit der Diskussion.<br \/>\n(8) Einige haben in Reaktion auf die Zitate aus den Grundrechts-Kommentaren (im &#8222;Offenen Brief&#8220; an die 200 Professoren) bestreiten wollen, da\u00df die Wissenschaftsfreiheit den Minderheitsauffassungen ein Recht auf Geh\u00f6r gibt: sie meinen, die Meinungs- und Pressefreiheit seien genug. Die Bestreiter k\u00f6nnen sich, wenn sie ihre Stellungnahmen guten Glaubens vorbringen, leicht durch Lekt\u00fcre der Kommentare von ihrem Irrtum \u00fcberzeugen; wir wollen nicht ausschlie\u00dfen, da\u00df manche unter ihnen guten Glaubens sprechen.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\nAn der Vielfalt der bedenkenswerten Reaktionen von Vertretern relativistischer Auffassungen im Internet ist zu erkennen, da\u00df es in der ersten Phase der Bekanntschaft des Publikums mit der Tradition der Theoriekritik \u00fcberhaupt nur auf die schlichte Kenntnisnahme ankommen kann.\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Wie wohl jeder Kritiker aus eigener Erfahrung wei\u00df, hat man auch selbst einige Zeit ben\u00f6tigt, um sich gegen die allgegenw\u00e4rtige Propaganda zu wehren und sich davon zu \u00fcberzeugen, da\u00df die Theorie mehr oder weniger falsch oder geradezu unhaltbar ist. Also mu\u00df man ausreichende &#8222;Bedenkzeit&#8220; umso mehr jedem noch fest \u00fcberzeugten Theorieanh\u00e4nger zubilligen, der nach langer, sektiererischer Indoktrinierung sich \u00fcberhaupt erstmals mit dem Gedanken der M\u00f6glichkeit einer Kritik anfreunden mu\u00df. Wer einmal die M\u00f6glichkeit einer Kritik erkannt hat, wei\u00df, wo die Einzelheiten zur Diskussion ausgebreitet worden sind.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende) <\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe Ekkehard Friebe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G. O. 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