{"id":2104,"date":"2009-06-26T09:18:38","date_gmt":"2009-06-26T08:18:38","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=2104"},"modified":"2009-06-26T09:18:38","modified_gmt":"2009-06-26T08:18:38","slug":"relativitatskatastrophe-und-abhoraffare-der-telekom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/relativitatskatastrophe-und-abhoraffare-der-telekom\/","title":{"rendered":"Relativit\u00e4tskatastrophe und Abh\u00f6raff\u00e4re der Telekom"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Es folgt nachstehend die 2. Fortsetzung des Abschnittes<br \/>\n<em>\u201eVergleich der Relativit\u00e4tskatastrophe mit anderen landes\u00fcblichen Skandalen&#8220;<\/em><br \/>\naus der Dokumentation <strong>\u201e<a title=\"Das Gedankenexperiment\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/kap9.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Das Gedankenexperiment<\/span><\/a>&#8222;<\/strong> vom Mai 2009 von <strong><a title=\"G. O. Mueller\" href=\"http:\/\/www.worldnpa.org\/php2\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=597\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">G. O. Mueller<\/span><\/a>:\u00a0<\/strong>\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Zitat: <\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>2. Vergleich der Relativit\u00e4tskatastrophe mit der Abh\u00f6raff\u00e4re der Telekom\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Deutsche Telekom hatte in ihrem zerstrittenen Vorstand Probleme mit Verst\u00f6\u00dfen gegen die Pflicht zur Verschwiegenheit. Wiederholt ist es zu Indiskretionen gekommen. Der Vorstand ist verpflichtet, diese Br\u00fcche der Verschwiegenheit zu unterbinden. Anstatt die Staatsanwaltschaft einzuschalten, hat der Vorstand der Telekom den Weg eigener Ermittlungen gew\u00e4hlt. Dabei hat er unter Versto\u00df gegen gesetzliche Vorschriften die bei der Telekom anfallenden telefonischen Verbindungsdaten ausgewertet. Damit beginnt der Skandal. Die FAS v. 1.6.08 fa\u00dft zusammen:<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">&#8222;In der Telekom wurde geschn\u00fcffelt und beschattet, spioniert und intrigiert. Ehemalige Top-Manager haben sich ehemaliger Stasi-Spione bedient. Zu besichtigen ist der moralische Verfall in einem Staatskonzern, einem ehemaligen Monopolisten, der bis zum heutigen Tag von der Regierung als Gro\u00dfaktion\u00e4r kontrolliert wird. Das gibt der Sache die W\u00fcrze. Der Skandal sei &#8222;schlimmer als die Spiegel-Aff\u00e4re&#8220;, sagen Politiker in Berlin. Von einem Saustall reden sie, der schleunigst ausgemistet geh\u00f6rt.&#8220;<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Ein SPD-Innenexperte wird zitiert: &#8222;Was die gemacht haben, ist in etwa so, als w\u00fcrde ein Nahrungs\u00admittelhersteller Gift in Nahrungsmittel geben&#8220; (SZ, 31. 5. 08).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Ein CDU-Fraktionsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer: die Manager &#8222;demonstrieren, dass sie die Bindung an Recht und Gesetz offensichtlich f\u00fcr sich selber nicht mehr f\u00fcr ma\u00dfgeblich halten&#8220; (FAZ, 4. 6. 08).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Eine Firma hatte von der Telekom den Auftrag zu recherchieren, wann welcher Aufsichtsrat mit welchem Journalisten gesprochen hat. Erst die Rechnung dieser Firma \u00fcber ihre Dienstleistung hat den Skandal &#8222;ausgel\u00f6st&#8220;. Die vermuteten Gesetzesbr\u00fcche betreffen<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">&#8211; das Grundrecht nach GG Artikel 10: Brief-, Post- u. Fernmeldegeheimnis,<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">&#8211; das Telekommunikationsgesetz: Fernmeldegeheimnis,<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">&#8211; das Bundesdatenschutzgesetz,<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">&#8211; das Strafgesetzbuch.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Beschuldigten &#8222;m\u00fcssen mit heftigen Strafen rechnen&#8220; (FAZ, 30. 5. 08).<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Ermittlungen laufen. Wer hat die Auftr\u00e4ge zum Datenmi\u00dfbrauch erteilt? Wer hat davon gewu\u00dft? Der aktuelle Chef fordert und verspricht die nachtr\u00e4glich \u00fcbliche &#8222;brutalstm\u00f6gliche&#8220; Aufkl\u00e4rung.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Ein ehemaliger Telekom-Manager wird mit dem Ausspruch zitiert, einer der Aufsichtsratsvorsitzenden habe sich &#8222;in der Selbsteinsch\u00e4tzung immer mehr einem allm\u00e4chtigen, gleichsam gott\u00e4hnlichen Zustand&#8220; gen\u00e4hert (FAZ, 31.5.08).<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0\n<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Der Vergleich. <\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">(1) Die Verst\u00f6\u00dfe gegen ein Grundrecht und mehrere andere Gesetze und der Wahn eines allm\u00e4chtigen, gott\u00e4hnlichen Geisteszustands entsprechen dem Bild der theoretischen Physik geradezu auf verbl\u00fcffende Weise. Hat die Telekom von der so erfolgreichen Physik abgekupfert?<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">(2) Die Verst\u00f6\u00dfe haben bereits im Jahr 2001 angefangen. Aber erst seit Mai 2008 ersch\u00fcttert die Spitzelaff\u00e4re die Telekom. Schon nach 7 Jahren also fliegt die Sache auf \u00a0&#8211; \u00a0die Relativit\u00e4ts-Katastrophe nach 85 Jahren Dauer und 7 Jahre nach der Ver\u00f6ffentlichung unserer Dokumentation immer noch nicht.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">(3) Am 8. Juni meldet die FAZ, der Chef Obermann &#8222;erwartet &#8230; mehr Courage von der Belegschaft, sich gegen ein m\u00f6gliches Fehlverhalten von Vorgesetzten zu stellen. Er ermunterte die Mitarbeiter, in kritischen F\u00e4llen nicht zu schweigen, sondern Hinweise weiterzugeben. &#8222;Blinde Befehlsgl\u00e4ubigkeit&#8220; d\u00fcrfe es nicht geben, notwendig sei ein &#8222;Kulturwandel im Denken&#8220;.&#8220; Wir haben uns seit 2001 mit &#8222;Courage&#8220; zu Wort gemeldet.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums fordert sogar eine &#8222;st\u00e4rkere Bewu\u00dftseinswerdung&#8220; f\u00fcr die Bedeutung des Datenschutzes (taz, 31.5.08)<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Der Skandal macht&#8217;s jetzt immerhin schon nach 7 Jahren m\u00f6glich: Courage, Kulturwandel im Denken, Bewu\u00dftseinswerdung. Wenn&#8217;s eng wird, werden die Leute philosophisch! Wann wird wer einen Kulturwandel in der theoretischen Physik fordern?<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">(4) Die Regierung kontrolliert nicht. Niemand kann sie zwingen. Wie gehabt. Sie kontrolliert erst, wenn es zu sp\u00e4t ist, wenn es nur noch aufzukl\u00e4ren gilt. Ihre eigene Mitschuld gesteht sie bis heute nicht ein. Wir werden abwarten.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">(5) Der moralische Verfall in einem Staatskonzern seit 2000 wird beklagt. In der theoretischen Physik hat dieser Verfall bereits 1922 stattgefunden. Zum angeprangerten &#8222;Gift im Nahrungsmittel&#8220; gibt es in der theoretischen Physik die genaue Parallele: &#8222;L\u00fcgen in der Theorie&#8220;. Bindung an Recht und Gesetz ist f\u00fcr die theoretische Physik seit 1922 aufgehoben.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">(6) Die &#8222;gott\u00e4hnlichen Zust\u00e4nde&#8220; im Selbstbewu\u00dftsein der Machthaber sind die frappierendste Gemeinsamkeit beider F\u00e4lle. Als einzige Quelle spricht der SPIEGEL (9. 6. 08 \u00a0&#8211; \u00a0Nr. 24) einen Grundzustand aller Verantwortlichen des Skandals an: &#8222;Bei allen regiert die Angst&#8220;. Auch dies eine frappierende Gemeinsamkeit mit der theoretischen Physik, die bis 1922 zu hoch gepokert hat und aus Angst vor der Blamage der Aufdeckung zum Doppelbetrug greift. Der Telekom steht dieser Ausweg allerdings nicht mehr offen, weil sie die Presse nicht mehr gleichschalten kann.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">(7) Bilanz: Gott\u00e4hnliches Bewu\u00dftsein, Bruch von Grundrechten, Verst\u00f6\u00dfe gegen weitere Gesetze, Verfall der Moral, Verweigerung der Regierungskontrolle \u00a0&#8211; \u00a0alles wie gehabt in der akademischen theoretischen Physik.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Aber es gibt gro\u00dfe Unterschiede: Die Zahl der Betroffenen im Telekom-Skandal ist sehr \u00fcberschau\u00adbar. Es fehlt der Doppelbetrug, es fehlt die Gleichschaltung der Presse. Die Relativit\u00e4tskatastrophe dauert schon zehnmal so lange und wiegt schwerer. Die Leute werden sich noch in den gem\u00fctlichen Saustall Telekom-Aff\u00e4re zur\u00fccksehnen, wenn erst einmal unsere akademische Liga ihren gro\u00dfen Auftritt erh\u00e4lt. Die k\u00fcnftige Aufkl\u00e4rung der Relativit\u00e4tskatastrophe wird mit Sicherheit &#8222;brutalstm\u00f6glich&#8220; geraten.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende) <\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Beste Gr\u00fc\u00dfe Ekkehard Friebe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt nachstehend die 2. Fortsetzung des Abschnittes \u201eVergleich der Relativit\u00e4tskatastrophe mit anderen landes\u00fcblichen Skandalen&#8220; aus der Dokumentation \u201eDas Gedankenexperiment&#8222; vom Mai 2009 von G. O. Mueller:\u00a0 Zitat: 2. Vergleich der Relativit\u00e4tskatastrophe mit der Abh\u00f6raff\u00e4re der Telekom\u00a0 Die Deutsche Telekom hatte in ihrem zerstrittenen Vorstand Probleme mit Verst\u00f6\u00dfen gegen die Pflicht zur Verschwiegenheit. 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