{"id":202,"date":"2008-12-09T12:01:35","date_gmt":"2008-12-09T11:01:35","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=202"},"modified":"2008-12-15T18:26:27","modified_gmt":"2008-12-15T17:26:27","slug":"die-rolle-der-mathematik-in-der-naturwissenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/die-rolle-der-mathematik-in-der-naturwissenschaft\/","title":{"rendered":"Die Rolle der Mathematik in der Naturwissenschaft"},"content":{"rendered":"<p>Auf folgende Homepage von <strong>Dr. rer. nat. Harald Zycha <\/strong>m\u00f6chte ich besonders aufmerksam machen:<\/p>\n<dl class=\"clearfix fotor\">\n<dt><img decoding=\"async\" title=\"Dr. rer. nat. Harald Zycha\" src=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/autor-harald-zycha.jpg\" alt=\"Dr. rer. nat. Harald Zycha\" \/><\/dt>\n<dd style=\"text-align: left;\"><em>Dr. rer. nat. Harald Zycha<\/em><\/dd>\n<\/dl>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<strong><a title=\"\u201eNatur und Ganzheit\u201c\" href=\"http:\/\/www.natur-und-ganzheit.at\" target=\"_blank\">\u201eNatur und Ganzheit\u201c<\/a><\/strong>\u00a0<\/p>\n<p>Es wird hierin auf das Buch von 2008: \u201eNatur und Ganzheit\u201c von Harald Zycha hingewiesen, dessen Inhaltsverzeichnis Sie <strong><a title=\"hier\" href=\"http:\/\/www.natur-und-ganzheit.at\/natur-und-ganzheit-buch-inhalt.pdf\">hier<\/a><\/strong> finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Besonders bemerkenswert ist hierin\u00a0das Kapitel 7.3 von den Seiten 122 bis 125,\u00a0\u00a0das ich nachstehend auszugsweise bringe:\u00a0<\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ccffff;\">&#8212;-<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Zitat:<\/strong><strong>7.3 Die Rolle der Mathematik in der Naturwissenschaft<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWer naturwissenschaftliche Fragen ohne Hilfe der Mathematik l\u00f6sen will, unternimmt Undurchf\u00fchrbares.\u201c So hat vor 400 Jahren der Mathematiker Galilei die Mathematik zum Grundwerkzeug der Physik erkl\u00e4rt. F\u00fcr den Beginn der klassischen Naturwissenschaft, die sich zur Grundlage der heutigen Technik weiterentwickelt hat, ist diese Vorstellung verst\u00e4ndlich und daher naheliegend. Ohne Einsatz der Mathematik kann es auch keine Anwendung der Physik auf unsere Welt geben!<\/p>\n<p>Weil aber jene Vorstellung, wie wir schon mehrfach gesehen haben, zu einer \u00dcberbewertung der Mathematik in der Physik gef\u00fchrt hat, mit all den \u201eNebenwirkungen\u201c durch die damit verbundenen erkenntnistheoretischen Irrt\u00fcmer, m\u00f6chte ich diese Problematik an dieser Stelle noch einmal explizit zur Sprache bringen. Vorweg die Feststellung: Die Mathematik ist (im Rahmen der Logik) die einzige wirklich exakte Wissenschaft, \u00fcber die wir verf\u00fcgen, aber es ist ein verh\u00e4ngnisvoller Irrtum anzunehmen, da\u00df man mit ihrem Einsatz in der Physik auch deren Exaktheit auf diese \u00fcbertragen h\u00e4tte. Das soll in dem Folgenden deutlich gemacht werden.<\/p>\n<p><!--more-->Es geht also jetzt konkret um die Frage, was die Mathematik in der Naturwissenschaft leistet: Inwieweit vermittelt sie einen Bezug dieser Wissenschaft zur Realit\u00e4t bzw. zur Wirklichkeit? Kann sie neue Seins-Erkenntnisse zutage f\u00f6rdern?<\/p>\n<p>Hierzu zun\u00e4chst zwei positive Stellungnahmen. B. Kanitscheider: \u201eIn der aristotelischen Wissenschaftsphilosophie fehlt eine wesentliche Zielvorstellung, die wir heute als f\u00fcr einen hohen Erfolgsgrad der Erkenntnis unabdingbar ansehen, n\u00e4mlich die Mathematisierung.\u201c W. Heisenberg: \u201eUnter allen m\u00f6glichen Formen des Verst\u00e4ndnisses wird die eine, in der Mathematik praktizierte Form als das \u201aeigentliche\u2019 Verst\u00e4ndnis ausgew\u00e4hlt.\u201c Damit geht Heisenberg in der Mathematik-Euphorie sicher am weitesten, indem er den philosophischen Zusammenhang, n\u00e4mlich das Verstehen, von der mathematischen Behandlung der Natur abh\u00e4ngig machen will. Diese zun\u00e4chst ungebremste Begeisterung f\u00fcr eine solche Auffassung zeigt sich auch in seiner allseits bekannten, aber immerhin doch vergeblichen Suche nach einer mathematischen Weltformel.<\/p>\n<p>Heisenberg r\u00e4umt aber dann doch an einer anderen Stelle ein, da\u00df wir im Hinblick auf die in der Atomphysik verwendete \u201ehochentwickelte mathematische Sprache, die hinsichtlich Klarheit und Pr\u00e4zision alle Anspr\u00fcche befriedigt [ &#8230; ] nicht wissen, wie weit [sie] auf die Erscheinungen angewendet werden kann. Letzten Endes mu\u00df sich auch die Wissenschaft auf die gew\u00f6hnliche Sprache verlassen, da sie die einzige Sprache ist, in der wir sicher sein k\u00f6nnen, die Erscheinungen wirklich zu ergreifen.\u201c<\/p>\n<p>In diesen widerspr\u00fcchlichen \u00c4u\u00dferungen ist eine gewisse Unsicherheit gegen\u00fcber der mathematischen Methode nicht zu \u00fcbersehen. Und hier setzt dann auch die eigentliche Kritik an. Paul Feyerabend: \u201eDie moderne Wissenschaft hat mathematische Strukturen entwickelt, die alles Bisherige an Systematik und Allgemeinheit \u00fcbertreffen. Doch um dieses Wunder zu wirken, mu\u00dften alle bestehenden Schwierigkeiten in die Beziehung zwischen Theorie und Tatsachen verschoben und durch Ad-hoc-N\u00e4herungen und andere Verfahren verdeckt werden.\u201c Feyerabend illustriert diesen Vorwurf an einem Beispiel aus von Neumanns Arbeiten zur Quantenmechanik.<\/p>\n<p>Hierzu m\u00f6chte ich noch einmal an die im vorigen Abschnitt zitierten \u00c4u\u00dferungen des Wissenschaftstheoretikers Bochenski erinnern: Es ist die Methode, alle jene Schwierigkeiten \u201eauszulagern\u201c, die dem mathematischen Formalismus, weil er eben zu eng ist, im Wege stehen.<\/p>\n<p>Aus dem Kreis um Duhem und Poincar\u00e9 ist zu vernehmen: \u201eMathematische Gesetze sind nichts weiter als sinnvolle Konventionen, um das Resultat m\u00f6glicher Experimente kompakt auszudr\u00fccken.\u201c Straub zitiert Machs Einsicht, \u201eda\u00df Physik nicht auf Mathematik reduziert werden kann, da\u00df die Physik Erkenntnisse grunds\u00e4tzlicher Natur enth\u00e4lt, die den Menschen nur die Erfahrung gelehrt hat.\u201c<\/p>\n<p>Dr. Harald Zycha<\/p>\n<p><strong>(Zitatende)<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Buch herunterladen f\u00fcr eine Schutzgeb\u00fchr von EUR 15,-<\/strong><br \/>\nDas vorliegende Buch <a title=\"\u201eNatur und Ganzheit\u201c\" href=\"http:\/\/www.natur-und-ganzheit.at\"><strong>\u201eNatur und Ganzheit\u201c<\/strong><\/a> ist bis auf weiteres nur als pdf-Download verf\u00fcgbar,<br \/>\n326 Seiten, A4, pdf-Format, 2.97 MB.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf folgende Homepage von Dr. rer. nat. 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