{"id":1660,"date":"2009-04-04T09:33:09","date_gmt":"2009-04-04T08:33:09","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=1660"},"modified":"2009-04-04T09:33:09","modified_gmt":"2009-04-04T08:33:09","slug":"die-existenz-einer-ungebrochenen-kritik-tradition","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/die-existenz-einer-ungebrochenen-kritik-tradition\/","title":{"rendered":"Die Existenz einer ungebrochenen Kritik-Tradition"},"content":{"rendered":"<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Nachstehend bringe ich einen Auszug (Seiten 9 bis11) aus <strong><a title=\"Kapitel 1\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/kap1.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Kapitel 1<\/span><\/a><\/strong> der Dokumentation (Juni 2004) von <strong><a title=\"G. O. Mueller\" href=\"http:\/\/www.worldnpa.org\/php2\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=597\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">G. O. Mueller<\/span><\/a><\/strong>:\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Zitat:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Die Existenz einer ungebrochenen Kritik-Tradition<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Wer die Behauptung nachpr\u00fcft, es gebe keine substantielle Kritik der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie, es habe nur in den Anfangsjahren eine Kritik gegeben, und die sei damals schon widerlegt worden, wird auf die Existenz einer starken und durch alle Jahrzehnte hindurch bis heute ungebrochenen Kritik sto\u00dfen, die seit ungef\u00e4hr 1922 in den Fachver\u00f6ffentlichungen der Physik nicht mehr zitiert und nicht mehr diskutiert wird, so da\u00df die \u00d6ffentlichkeit und sogar auch selbst Teile der Fach\u00f6ffentlichkeit nichts von der Existenz einer Kritik erfahren haben.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">W\u00e4hrend von 1905 bis ca. 1922 die Wissenschaftsfreiheit noch Bestand hatte und die M\u00f6glichkeit zum fachinternen und \u00f6ffentlichen Disput bot, wurde die vorgebrachte Kritik von den Vertretern der Schulphysik nur selten in der Sache beantwortet, und wenn man auf die Kritik antwortete, dann nicht durch Eingehen auf die kritischen Argumentationen und ihre Widerlegung, sondern nur durch Ausfl\u00fcchte, Schutzbe\u00adhauptungen und &#8211; wie z. B. Albert Einstein in der Diskussion mit Philipp Lenard 1920 in Bad Nauheim &#8211; durch den R\u00fcckzug auf die minimale Position, da\u00df seine Allgemeine Relativit\u00e4tstheorie die Ph\u00e4nomene auch erkl\u00e4ren k\u00f6nne. Alle konkreten Nachfragen Lenards lie\u00df er unbeantwortet.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Ab 1922 ver\u00e4nderte sich die Situation drastisch. Anl\u00e4\u00dflich der Hundertjahrfeier der Gesellschaft deutscher Naturforscher und \u00c4rzte im September 1922 in Leipzig wurden zur Relativit\u00e4tstheorie zwei hymnische Vortr\u00e4ge von Max v. Laue und Moritz Schlick gehalten, kein Vortrag eines Kritikers wurde zugelassen, keine Diskussion \u00fcber die Theorie gef\u00fchrt. W\u00e4hrend die Relativisten bis dahin die Kritik in allen wesentlichen Punkten nur mit Schweigen bedachten, erreichten sie es nun, auch deren \u00f6ffentlichen Auftritt zu verhindern. Dabei ist es seither geblieben.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><!--more-->Die Existenz von kritischen Ver\u00f6ffentlichungen wird von der Schulphysik bis heute verschwiegen; die Ver\u00f6ffentlichung kritischer Arbeiten in physikalischen Fachzeitschriften und Fachverlagen wird unterdr\u00fcckt; die Autoren kritischer Ver\u00f6ffentlichungen k\u00f6nnen nur in fachfernen oder allgemeineren Zeitschriften und Verlagen zu Wort kommen und werden im akademischen Establishment der \u201escientific community&#8220;, wie sie sich gern nennt, massiv diskriminiert. Viele kritische Autoren k\u00f6nnen deshalb ihre gr\u00f6\u00dferen Arbeiten nur im Selbstverlag ver\u00f6ffentlichen. F\u00fcr Aufs\u00e4tze zur Theoriekritik sind im Laufe der letzten Jahrzehnte immerhin einige wenige Zeitschriften speziell gegr\u00fcndet worden, die von der Schulphysik jedoch als Untergrundliteratur geschm\u00e4ht und m\u00f6glichst ausgegrenzt werden.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Unterdr\u00fcckung und Verleugnung jeglicher Kritik der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie f\u00fchrt auch zum Fehlen der Kritik in den Fachbibliographien: dadurch fehlt auch vielen kritischen Autoren eine Kenntnis ihrer eigenen gro\u00dfen Tradition.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Zur Unterdr\u00fcckung der kritischen Ver\u00f6ffentlichungen kommt eine massive pauschale Verleumdung der kritischen Autoren als unf\u00e4hige Au\u00dfenseiter und Querulanten oder als Antisemiten, Nazis, Stalinisten oder sonst wie moralisch minderwertige Subjekte.\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Die Widerlegung der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie in den Jahren 1908-1914<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Behauptungen der Relativisten, die anf\u00e4ngliche Kritik der Theorie sei damals schon beantwortet und ausger\u00e4umt worden, wird von den f\u00fcr diesen Zeitraum bereits jetzt nachzuweisenden ca. 100 kritischen Ver\u00f6ffentlichungen widerlegt. Die in diesen Arbeiten vorgetragenen Argumente konnten bis zum heutigen Tag nicht widerlegt werden, sie sind nicht einmal in der Sache beantwortet worden.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Als sch\u00f6nstes Beispiel ist auf die massive Kritik von H. A. Lorentz hinzuweisen, den die Relativisten gern als einen der V\u00e4ter der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie reklamieren wollen, was ihnen angesichts der Ahnungslosigkeit der Fachleute wie der \u00d6ffentlichkeit auch gelingt, ohne Widerspruch zu ernten. Lorentz hat bereits in seinen G\u00f6ttinger Vortr\u00e4gen von 1910 und noch entschiedener in seinen Vorlesungen in Teylers Stiftung in Haarlem, die 1914 in deutscher Sprache erschienen sind, eine massive Kritik an den Grundlagen der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie vorgetragen: sie ist von den Relativisten nur mit Schweigen quittiert worden, ihrem Erfolgsrezept.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Lorentz weist in seinen Vorlesungen nach, da\u00df die zum Relativit\u00e4tsprinzip geh\u00f6rende Reziprozit\u00e4t zu unaufl\u00f6sbaren Widerspr\u00fcchen f\u00fchrt und ein Kernpunkt der Speziellen Relativit\u00e4tstheorie, die angebliche Relativierung der Gleichzeitigkeit, aufgegeben werden mu\u00df, da eine absolute Gleichzeitigkeit existiert, unabh\u00e4ngig von Me\u00dfprozeduren.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Dieser zentrale Kritikpunkt ist die schl\u00fcssige Widerlegung der Theorie. Die Theorie scheitert an der Reziprozit\u00e4t, die zum Inhalt des Relativit\u00e4tsprinzips geh\u00f6rt, und zwar in zweierlei Hinsicht: entweder die Theorie beachtet konsequent die Reziprozit\u00e4t, dann ist sie mit widerspr\u00fcchlichen Aussagen konfrontiert, die sie nicht entscheiden kann; oder sie verletzt die Reziprozit\u00e4t und behauptet einseitige reale Effekte, dann kann sie nicht begr\u00fcnden, warum \u00fcberhaupt und in welchem von zwei Systemen ein realer Effekt auftreten soll. Beobachtete Effekte, die erkl\u00e4rt werden m\u00fc\u00dften, liegen ohnehin nicht vor.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Rund f\u00fcnfzig Jahre sp\u00e4ter hat <strong><a title=\"Herbert Dingle\" href=\"http:\/\/www.worldnpa.org\/php2\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=440\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Herbert Dingle<\/span><\/a><\/strong> dieselbe Frage zugespitzt formuliert und in Gro\u00dfbritannien eine \u00f6ffentliche Antwort gefordert. Er hat alle Autorit\u00e4ten der Reihe nach zu Stellungnahmen aufgefordert und keine \u00f6ffentliche Antwort erhalten. In seinem Buch <strong><a title=\"\u201eScience at the crossroads&quot;\" href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/science-at-the-crossroads\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">\u201eScience at the crossroads&#8220;<\/span><\/a><\/strong> (1972) hat er detailliert seine Erfahrungen und den besch\u00e4menden Zustand seiner Branche geschildert.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die fehlende intellektuelle Integrit\u00e4t seiner Fachkollegen hat Dingle als das entscheidende ethische Problem bezeichnet. Er ist ein Kronzeuge f\u00fcr das Betrugssyndikat der Relativistik. Wenn man wei\u00df, wer Herbert Dingle war, kann man die Gr\u00f6\u00dfenordnung der ethischen Katastrophe ermessen. Die Relativistik und das gesamte Physik-Establishment haben Herbert Dingle zur Strafe f\u00fcr seine Kritik zur Unperson gemacht. Die allgemeine \u00d6ffentlichkeit hat von seinem Fall nie Kenntnis genommen.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Darin besteht die erfolgreiche Strategie der Relativistik von Anfang an, gegen\u00fcber Lorentz wie gegen\u00fcber Dingle und noch vielen anderen weniger Prominenten: \u00f6ffentlich nicht zur Kenntnis nehmen und nicht beantworten, dann hat es die Kritik nicht gegeben. Es ist das Schweigen der Mafia.\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>(Zitatende)<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Lesen Sie bitte <strong><a title=\"hier\" href=\"http:\/\/www.ekkehard-friebe.de\/kap1.pdf\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">hier<\/span><\/a><\/strong> weiter!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachstehend bringe ich einen Auszug (Seiten 9 bis11) aus Kapitel 1 der Dokumentation (Juni 2004) von G. O. 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