{"id":1567,"date":"2009-03-27T09:52:16","date_gmt":"2009-03-27T08:52:16","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=1567"},"modified":"2009-03-27T15:11:50","modified_gmt":"2009-03-27T14:11:50","slug":"das-realprinzip-als-erkenntnisstrategie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/das-realprinzip-als-erkenntnisstrategie\/","title":{"rendered":"Das Realprinzip als Erkenntnisstrategie"},"content":{"rendered":"<p><strong><a title=\"Das Realprinzip als Erkenntnisstrategie\" href=\"http:\/\/www.helmut-hille.de\/lt3.html\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Das Realprinzip als Erkenntnisstrategie<br \/>\n<\/span><\/a><\/strong>von <strong><a title=\"Helmut Hille\" href=\"http:\/\/www.worldnpa.org\/php2\/index.php?tab0=Scientists&amp;tab1=Display&amp;id=503\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">Helmut Hille<\/span><\/a><\/strong>, Deutschland<br \/>\nVortrag auf der DPG-Physikertagung M\u00e4rz 1995<br \/>\nin Duisburg FV DD, Tagungsband S. 176-181<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"1\" cellpadding=\"0\" width=\"90%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Zitat:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"TEXT-ALIGN: justify\">1. Der Faktor &#8222;Beziehung&#8220;<\/p>\n<p align=\"justify\">Anl\u00e4\u00dflich zweier Vortr\u00e4ge \u00fcber die Relativit\u00e4t von Wirklichkeit im Rahmen der &#8222;Wiener Vorlesungen&#8220; im Rathaus von Wien, &#8222;einem internationalem Forum f\u00fcr bedeutende Pers\u00f6nlichkeiten&#8220;, hat der bekannte Philosoph und Psychologe <strong>Paul Watzlawick<\/strong> &#8222;zur Erweiterung unserer Sichtweise durch den Faktor &#8218;Beziehung'&#8220; auf folgendes hingewiesen.<\/p>\n<p style=\"PADDING-LEFT: 30px\"><em>&#8222;Wir m\u00fcssen umdenken lernen. Wie das aussehen kann, daf\u00fcr bietet uns Bertrand Russell einen sehr wichtigen und brauchbaren Hinweis. Er verweist darauf, da\u00df ein h\u00e4ufiger Fehler in der Wissenschaft darin liege, zwei Sprachen zu vermengen, die streng voneinander getrennt sein m\u00fc\u00dften. N\u00e4mlich die Sprache, die sich auf die Objekte bezieht, und die, die sich auf Beziehungen bezieht. Ein Beispiel: wenn ich sage, dieser Apfel ist rot, dann habe ich in der Objektsprache eine Eigenschaft dieses Objektes Apfel bezeichnet. Sage ich dagegen, dieser Apfel ist gr\u00f6\u00dfer als jener, dann habe ich eine Aussage \u00fcber die Beziehung gemacht, die sich nicht mehr auf den einen oder den anderen Apfel zur\u00fcckf\u00fchren l\u00e4\u00dft. Die Eigenschaft des Gr\u00f6\u00dferseins kann nur in Bezug auf die Beziehung verstanden werden. Das ist so schwer zu begreifen. Unser beginnendes Verst\u00e4ndnis der Eigenschaften von Beziehungen ist noch ein sehr rudiment\u00e4res und gibt uns bisher eigentlich mehr R\u00e4tsel auf als Erkl\u00e4rungen.&#8220; <\/em><\/p>\n<p><!--more-->Beziehungen oder lat. Relationen existieren rein mental im Anschauungsraum des Beobachters und entstehen durch geistige Verkn\u00fcpfungen, z. B. von Objekten. Durch Verkn\u00fcpfung ordnen wir Objekten uns Verst\u00e4ndnis gebende Eigenschaften zu, die sie nicht f\u00fcr sich selber haben, z. B. die des Gr\u00f6\u00dferseins. Wollen wir der Klarheit und Wahrheit wegen die verf\u00e4lschende Vermischung von Ebenen vermeiden, dann m\u00fcssen wir als erstes aufh\u00f6ren, Aussagen zu Relationen mit dem Pr\u00e4dikat &#8222;objektiv&#8220; zu belegen.<\/p>\n<p style=\"PADDING-LEFT: 30px\"><em>Objektiv kann immer nur etwas sein, was einem Objekt und ihm allein zugeh\u00f6rt.<\/em><\/p>\n<p>Dagegen geh\u00f6ren alle nichtkausalen Beziehungen in die Sph\u00e4re des Subjekts und haben ihre Wahrheit einzig durch sein Verst\u00e4ndnis von Objekten. Erst wenn wir aufh\u00f6ren, uns dar\u00fcber Illusionen zu machen und wenn wir Relationen als Relationen erkennen, lernen wir, zwischen Objekt- und Subjektebene und letztlich auch zwischen Denken und Sein zu unterscheiden und die verf\u00e4lschende Vermengung der Ebenen zu vermeiden. Je klarer jemand durch die Erweiterung seiner Sichtweise erkennt, zu welcher Ebene seine jeweilige Aussage geh\u00f6rt, ein um so besseres Objektverst\u00e4ndnis kann er gewinnen. Oder wie Parmenides sagte: &#8222;Denn nicht ohne das Sein &#8230; wirst Du das Erkennen finden.&#8220;<\/p>\n<p>Meiner \u00dcberzeugung nach mu\u00df es das Ziel in den Naturwissenschaften sein, gedanklich so weit wie m\u00f6glich aus der Ebene der Relationen in die Objektebene vorzusto\u00dfen und von ihr aus zu argumentieren. Diesen anzustrebenden Argumentationsgrundsatz nenne ich das &#8222;Realprinzip&#8220;. Ich verstehe ihn als einen Grundsatz, den die Vernunft mir nahelegt, wenn ich erkenne, da\u00df ich zwischen Relationen und Realit\u00e4ten unterscheiden mu\u00df und zu bedenken habe, da\u00df nur vom Realen und nicht von Relationen kausale Wirkungen ausgehen k\u00f6nnen: Nur Sachen k\u00f6nnen Ursache sein! Gingen von Relationen, die nur mental existieren, also vom Gedachten, Wirkungen aus, dann fielen diese nicht mehr in den Bereich der Wissenschaft, als der Kunde vom Seienden, sondern in den der Magie.<\/p>\n<p style=\"PADDING-LEFT: 30px\"><em>So verk\u00f6rpert das Realprinzip als Denkprinzip den Geist der Wissenschaftlichkeit.<\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">In seinem Sinne werden von mir im folgenden Text die Eigenschaften &#8222;objektiv&#8220; und &#8222;subjektiv&#8220;, rein sachlich, auf die ontisch unterschiedlichen Ebenen verweisend, ohne jede qualifizierende oder emotionale Wertung gebraucht.<\/p>\n<p><strong>(Zitatende) <\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Lesen Sie bitte <strong><a title=\"hier\" href=\"http:\/\/www.helmut-hille.de\/lt3.html\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">hier<\/span><\/a><\/strong> weiter!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Realprinzip als Erkenntnisstrategie von Helmut Hille, Deutschland Vortrag auf der DPG-Physikertagung M\u00e4rz 1995 in Duisburg FV DD, Tagungsband S. 176-181 Zitat: 1. Der Faktor &#8222;Beziehung&#8220; Anl\u00e4\u00dflich zweier Vortr\u00e4ge \u00fcber die Relativit\u00e4t von Wirklichkeit im Rahmen der &#8222;Wiener Vorlesungen&#8220; im Rathaus von Wien, &#8222;einem internationalem Forum f\u00fcr bedeutende Pers\u00f6nlichkeiten&#8220;, hat der bekannte Philosoph und Psychologe [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-1567","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-deutschsprachige-kritik-der-relativitatstheorie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1567"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1567"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1567\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1567"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1567"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1567"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}