{"id":1423,"date":"2009-03-13T15:08:19","date_gmt":"2009-03-13T14:08:19","guid":{"rendered":"http:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/?p=1423"},"modified":"2009-03-13T15:08:19","modified_gmt":"2009-03-13T14:08:19","slug":"kommentar-zu-die-logischen-fehler-der-relativitatstheorie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/kommentar-zu-die-logischen-fehler-der-relativitatstheorie\/","title":{"rendered":"Kommentar zu: &#8222;Die logischen Fehler der Relativit\u00e4tstheorie&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Hiermit m\u00f6chte ich besonders aufmerksam machen auf den Kommentar von <strong>Professor Dr. rer. nat. Joachim Meyer<\/strong> zu dem Vortrag von Dr. Manfred Lang:\u00a0<strong><a title=\"&quot;Die logischen Fehler der Relativit\u00e4tstheorie&quot;.\" href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/die-logischen-fehler-der-relativitatstheorie\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">&#8222;Die logischen Fehler der Relativit\u00e4tstheorie&#8220;.<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Zitat:<\/strong><\/p>\n<p>Sehr erfreulich, Ihr Vortrag von 2003, kann Ihnen dazu nur gratulieren. Dank geb\u00fchrt auch Herrn Friebe, der es unternommen hat, solche Aufs\u00e4tze im Internet zu verbreiten.<\/p>\n<p>Sie gr\u00fcnden Ihre Darstellungen expressis verbis auf allgemein anerkannter Logik. Man k\u00f6nnte geneigt sein, Ihnen in diesem Punkte zuzustimmen, st\u00fcnde dem nicht die Aussage von Herrn Suchy (Professor f\u00fcr Theoretische Physik) entgegen, der gemeint hat, jeder wisse doch, da\u00df in der modernen Physik die Logik nicht immer anwendbar sei. Sie sollen nicht denken, Sie sollen glauben!<\/p>\n<p>Nur mit einem Wort bin ich nicht ganz zufrieden: dort, wo Sie (auf S. 3) schreiben. &#8220; &#8230; man m\u00fc\u00dfte dann annehmen, da\u00df sich das Licht relativ zur Lichtquelle mit der Geschwindigkeit c bewegt.&#8220; Ich w\u00fcrde hier eher schreiben: &#8220; &#8230; man m\u00fc\u00dfte dann folgern, &#8230;&#8220; (siehe Kantor).<\/p>\n<p>Und noch ein kurzer Kommentar zu Ihrer Erw\u00e4hnung des ber\u00fchmten Einsteinschen Kastens, in dem sich ein Physiker befindet (S.6). Sie schreiben: &#8222;Er hat nun keine M\u00f6glichkeit, festzustellen, ob er sich in einem Schwerefeld befindet, oder ob der Kasten von Geisterhand beschleunigt wird.&#8220; Sehr richtig. Ein Physiker kennt ein solches Mittel zur Unterscheidung von Schwere und Beschleunigung tats\u00e4chlich nicht. Ein solches Mittel kennt nur der Geophysiker. Es hei\u00dft Gravimeter und wird benutzt u.a. zur Vermessung von Anomalien des irdischen Schwerefeldes.<\/p>\n<p><!--more-->Da ein Schwerefeld als Zentralkraftfeld notwendig inhomogen ist, die F\u00fchrungsbeschleunigung eines ganzen Systems (hier des Kastens) aber ebenso notwendig homogen ist, kann man durch eine einfache r\u00e4umliche Vermessung des wirksamen Kraftfeldes mit dem Gravimeter eindeutig feststellen, ob dieses Kraftfeld inhomogen und mithin ein Schwerefeld oder homogen und somit die Wirkung einer Beschleunigung ist. Die Me\u00dfgenauigkeit moderner Gravimeter liegt bei 0,001 mgal, ein Unterschied, der im Schwerefeld der Erde einem H\u00f6henunterschied von nur 3 cm entspricht. In einem Kasten, der h\u00f6her ist als 3 cm, d.h. in jedem realen Kasten, kann der Geophysiker demnach einwandfrei zwischen der Wirkung der Schwere und der Wirkung der Beschleunigung unterscheiden.<\/p>\n<p>Das Gleiche gilt nat\u00fcrlich f\u00fcr den entsprechenden Gedankenversuch mit dem schwerelosen bzw. dem frei fallenden Kasten. Auch hier ist mit einem einfachen Gravimeter wieder eine einfache Unterscheidung m\u00f6glich. W\u00e4hrend bei dem Kasten im schwerelosen Raum an jeder Stelle im Kasten echte Schwerelosigkeit herrscht, treten im Innern des frei fallenden Kastens aufgrund der Inhomogenit\u00e4t des \u00e4u\u00dferen Schwerefeldes Differenzkr\u00e4fte auf, die ihrer Natur nach Gezeitenkr\u00e4fte sind. In meiner Berliner Einf\u00fchrungsvorlesung zur Geophysik habe ich das Entstehen von Gezeitenkr\u00e4ften als Differenzkr\u00e4fte im inhomogenen Schwerefeld geradezu am Beispiel des frei fallenden Fahrstuhls veranschaulicht. (Vgl. das Beispiel der drei fallenden Astronauten an der Stange im Fischer-Lexikon Geophysik unter dem Sachwort &#8222;Ebbe und Flut&#8220;). Einstein selbst (Ann. Phys. 35, 1911) gr\u00fcndet seine Folgerungen denn auch auf der Annahme eines homogenen Schwerefeldes, bei der die Nichtunterscheidbarkeit von einem Beschleunigungsfeld in der Tat gegeben w\u00e4re. Nur ist ihm offenbar nicht gegenw\u00e4rtig gewesen, da\u00df es homogene Schwerefelder in der Natur gar nicht gibt.<\/p>\n<p>Born hat dieses Problem anscheinend erkannt gehabt, als er statt des realen, gro\u00dfen Kastens den Gedankenversuch mit kleinen\u00a0 &#8222;Wichtelm\u00e4nnchen&#8220; durchf\u00fchrte, die sich auf einer Hand abw\u00e4rts bewegen. Doch kann ich dazu nur sagen: Wichtelm\u00e4nnchen haben Wichtelgravimeterchen. Im \u00fcbrigen bezeichne ich den hilflosen Einwand von Max Born im wahrsten Sinne des Wortes als &#8222;borniert&#8220;.<\/p>\n<p>Nachdem Sie die RTh nun also abgehakt haben &#8211; und dies eleganter, als es manch anderer versucht &#8211; frage ich Sie allen Ernstes: Quo vadis, domine? Wohin gehen Sie nun? Wollen Sie (wie GOM) nur weiter daran arbeiten, die Fachzunft zum Eingest\u00e4ndnis ihres Jahrhundertirrtums zu bewegen (was ich f\u00fcr aussichtslos halte), oder wollen Sie, unabh\u00e4ngig von solchem Eingest\u00e4ndnis, nach einem eigenen Ausweg aus diesem Dilemma suchen? Im ersteren Fall haben Sie heute im Internet zumindest viele Gleichgesinnte. Im zweiten Fall stehen Sie in der Welt so ziemlich allein. Und der Lohn f\u00fcr eine solche Arbeit liegt nicht im Materiellen, sondern allein im Ideellen. So wie es Carl Friedrich Gauss in un\u00fcbertrefflicher Weise beschrieben hat: &#8222;Das Aufsuchen der Gesetze in den Naturerscheinungen hat f\u00fcr den Naturforscher seinen Zweck und seinen Werth schon in sich selbst, und ein eigenth\u00fcmlicher Zauber umgibt das Erkennen von Maa\u00df und Harmonie im anscheinend ganz Regellosen.&#8220; Das Bestreben, etwas von diesem Zauber einmal selber zu erleben, kennzeichnet den wahren Gelehrten, im Unterschied zu jenen, denen (wie Einstein in den Archiven der Humboldt-Universit\u00e4t) ein &#8222;uners\u00e4ttliches Geltungsbed\u00fcrfnis&#8220; nachgesagt wird.<\/p>\n<p>Gl\u00fcckauf!<\/p>\n<p>Joachim Meyer<\/p>\n<p><strong>(Zitatende)\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Weitere Beitr\u00e4ge von Professor Dr. rer. nat. Joachim Meyer finden Sie <strong><a title=\"hier\" href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/was-haben-tycho-und-albert-miteinander-gemein\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">hier<\/span><\/a><\/strong> und <strong><a title=\"hier\" href=\"https:\/\/ekkehard-friebe.de\/blog\/zur-elektrodynamik-bewegter-korper\/\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\">hier<\/span><\/a><\/strong>!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hiermit m\u00f6chte ich besonders aufmerksam machen auf den Kommentar von Professor Dr. rer. nat. Joachim Meyer zu dem Vortrag von Dr. Manfred Lang:\u00a0&#8222;Die logischen Fehler der Relativit\u00e4tstheorie&#8220;. Zitat: Sehr erfreulich, Ihr Vortrag von 2003, kann Ihnen dazu nur gratulieren. Dank geb\u00fchrt auch Herrn Friebe, der es unternommen hat, solche Aufs\u00e4tze im Internet zu verbreiten. 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